NEOS: Eine Qualitätsoffensive für heimische Hochschulen sieht anders aus

Niki Scherak: "Das Ziel, zwei Prozent des BIP in den tertiären Bildungsbereich zu investieren, rückt in immer weitere Ferne"

Wien (OTS) - Österreichische Universitäten sind deutlich unterfinanziert und verlieren weiter an Boden. Ohne eine neue Finanzierungsbasis ist der Wissensstandort Österreich langfristig gefährdet. Die Präsentation der Verhandlungsergebnisse für die Leistungsvereinbarungsperiode 2016-2018 zeigt, dass sich Vizekanzler Mitterlehner dieser Problematik nicht bewusst ist.

"Es fließen zwar 615 Mio. Euro in der nächsten Leistungsvereinbarungsperiode zusätzlich an die Universitäten, dies reicht aber gerade einmal, um die Inflation abzudecken", kritisiert NEOS Wissenschaftssprecher Niki Scherak. Und weiter: "Österreich investiert 1,5 Prozent des BIP in den tertiären Bildungsbereich. Um das Ziel von zwei Prozent des BIP im Jahr 2020 für den tertiären Bildungsbereich zu erreichen, müssten die Hochschulausgaben aber um ca. fünf Prozent jedes Jahr wachsen. Von diesem Ziel entfernen wir uns immer weiter", so Scherak.

Konkret müsse einerseits die Qualität der Studienbedingungen für Student_innen und Lehrende erheblich verbessert und andererseits der Forschungssektor attraktiviert werden. Oberste Priorität müssen Investitionen in Wissenschaft und Forschung sein. Der Bundesregierung mangelt es hier nicht an der Zielsetzung, sondern an der konkreten Umsetzung der selbst auferlegten Ziele: zwei Prozent des BIPs für den tertiären Bildungssektor und eine Forschungsquote von 3,76 Prozent.

"Auch die anderen beschlossenen Maßnahmen reichen nicht für eine Qualitätsoffensive an den heimischen Hochschulen, sondern verwalten gerade einmal den Status Quo. Hier wurde eine große Chance verspielt", schließt Scherak.

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