Krainer zu Steuerreform: "Mehr Verteilungsgerechtigkeit bringt mehr Wachstum"

"Unabhängiger Wachstumsbericht" weiterer Beleg für Notwendigkeit gerechter Einnahmen

Wien (OTS/SK) - Der heute, Freitag, präsentierte "Unabhängige Jahreswirtschaftsberichts" zeigt die negativen gesamtwirtschaftlichen Folgen der ungleichen Vermögensverteilung in Österreich auf. SPÖ-Budget- und Finanzsprecher Jan Krainer sieht im Wachstumsbericht einen weiteren Beleg für die Notwendigkeit gerechter Einnahmen zur Gegenfinanzierung einer Senkung der Lohnsteuer: "Mehr Verteilungsgerechtigkeit bringt auch mehr Wachstum. Eine zu große Vermögenskonzentration schadet einer Volkswirtschaft." Daher müsse eine Senkung der Lohnsteuer unter anderem auch mit einem größeren Beitrag von Millionenvermögen, -erbschaften und -schenkungen gegenfinanziert werden. ****

"Das bringt mehr Verteilungsgerechtigkeit, mehr Kaufkraft und damit mehr Wachstum und mehr Arbeitsplätze. Der 'Unabhängige Jahreswirtschaftsbericht' reiht sich mit seinen Erkenntnissen nahtlos an Studien der OECD, EZB und der Nationalbank, die uns ebenfalls nahelegen, etwas gegen die wachsende Ungleichheit zu unternehmen", sagte Krainer am Freitag im Gespräch mit dem SPÖ-Pressedienst.

Schließlich habe Österreich in diesem Bereich auch im internationalen Vergleich noch Nachholbedarf. Der Gini-Koeffizient für die Vermögensverteilung liegt laut "Jahreswirtschaftsbericht" in Österreich mit 0,77 höher als in den anderen Eurozonen-Ländern. Die reichsten zehn Prozent der Bevölkerung besitzen zusammen 62 Prozent des Gesamtvermögens und damit einen höheren Anteil als in den anderen Eurozonenländern.

INFO: Der Gini-Koeffizient ist ein Maß für Vermögenskonzentration bzw. -ungleichheit. Bei einem Wert von eins ist die Ungleichheit maximal (eine Person besitzt alles), bei Null minimal ausgeprägt (alle Personen besitzen gleichviel). (Schluss) mo/sc

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