VSStÖ ad Mitterlehner: Bildungpolitische Baustellen anpacken

Verband Sozialistischer Student_innen fordert Ausfinanzierung des Hochschulsektors

Wien (OTS) - Zumindest teilweise erfreulich ist die heutige Nachricht von BM Reinhold Mitterlehner, das Budget für Österreichs Universitäten um 615 Millionen Euro zusätzlich aufzustocken. Die öffentlichen Universitäten sind wichtig für einen uneingeschränkten Zugang zu Bildung. "Ein dementsprechendes Bekenntnis zur Notwendigkeit eines ausfinanzierten Hochschulraumes wird von unserer Seite schon lange gefordert", betont Rasha Abd El Mawgoud, Vorsitzende des Verband Sozialistischer Student_innen.

Die angekündigten 615 Millionen bleiben dennoch weit hinter den geforderten 2% des BIP zurück. "Seit Jahren ist klar, dass nur eine echte Ausfinanzierung der Hochschulen die schlechten Studienbedingungen verbessern kann. Die Aufstockung des Budgets ist zwar gut, bewirkt aber nur eine leichte Entschärfung der Situation, wird aber definitiv keine langfristige Verbesserung bringen ", zeigt sich Abd El Mawgoud empört, ob der Kurzsichtigkeit der ÖVP.

Jetzt heißt es ein ganzheitliches Konzept zur Sanierung der Hochschulen vorzulegen. Ebenso fehlen bildungspolitische Visionen und Ziele. So gibt es immer noch keine echte Studieneingangs- und Orientierungsphase, Zugangsbeschränkungen in so gut wie allen Fächern und einseitige Mainstreamlehre beherrscht die Hochschulen. Studiengebühren und soziale Selektion sind auf den Hochschulen immer noch Realität.

"Auch die SPÖ darf sich hier nicht aus der Verantwortung ziehen, denn am katastrophalen Zustand unserer Hochschulen zeigt sich, was passiert, wenn hochschulpolitische Agenden der ÖVP überlassen werden", fasst Abd El Mawgoud den Kern des Problems zusammen.

Rückfragen & Kontakt:

Verband Sozialistischer Student_innen
Katharina Krischke
Pressesprecherin
Tel.: +43 676 385 8813

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SJO0001