Maurer: Uni-Budget droht Mogelpackung zu werden

Grüne: Mit 615 Millionen Weiterentwicklung der Unis unmöglich

Wien (OTS) - Minister Mitterlehner hat mit Ach und Krach nun kurz vor Ablauf der Frist die Inflationsabgeltung für die Universitäten für 2016-18 bereitgestellt. "Diese Mittel bedeuten keinen Zuwachs für die Universitäten - es wird nur der miserable Status Quo eingefroren", stellt Sigrid Maurer, Wissenschaftssprecherin der Grünen, klar. "Mit diesem Budget ist die Weiterentwicklung der Unis unmöglich".

Doch es wird noch schlimmer: Dem Vernehmen nach sollen aus den 615 Millionen auch jene Kosten bestritten werden, die in den nächsten Jahren durch die Neuregelung der Arbeitszeiten für ÄrztInnen an den Medizin-Unis entstehen. "Wenn Mitterlehner die zusätzlichen Kosten für die Gehälter der ÄrztInnen über diese Mittel abwickeln will, entpuppt sich das niedrige Uni-Budget auch noch als Mogelpackung", warnt Maurer. "Wir sprechen hier von zu erwartenden Kosten zwischen 50 und 100 Millionen Euro in den kommenden Jahren - diese Geld fehlt dann aber den Unis, um den regulären Betrieb aufrecht zu erhalten".

Für Verwunderung sorgt Mitterlehners Ankündigung einer "Effizienzrate": "Die Universitäten sind chronisch unterfinanziert. Die Forderung nach einer 'Effizienzrate' mit dem Zweck 'Neues' zu entwickeln, wenn nicht einmal Bestehendes ausreichend finanziert wird, ist zynisch", meint Maurer.

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