Niederösterreich: Schadholzmenge nach Eisbruch auf 400.000 fm geschätzt

Exakte Schadenshöhe erst nach Bericht der Schadenskommissionen feststellbar

St. Pölten (OTS) - Die spezielle Witterung in der vorletzten Woche führte in manchen Teilen Niederösterreichs zu großflächigen Wald- und Baumschäden. Besonders betroffen waren das Waldviertel mit den Bezirken Zwettl, Krems und Melk sowie im Süden die Bezirke Neunkirchen, Wiener Neustadt und Baden. "Zum heutigen Zeitpunkt, etwa eine Woche nach dem Eisbruch, gehen wir von rund 400.000 Festmetern Schadholz für das gesamte Bundesland aus", so Landesforstdirektor Hubert Schwarzinger und der Forstdirektor der Landwirtschaftskammer Werner Löffler. Alle Baumarten waren betroffen, aus heutiger Sicht schätzungsweise 40% Laubholz und 60% Nadelholz. Teilweise kam es zu großflächigen Schäden, teils zu starken Wipfelbrüchen - auch im Inneren von Beständen. Besonders gelitten haben allerdings Bestandesränder.

Schadensfeststellung im Laufen - Markt bleibt stabil - sicher aufarbeiten ist die Devise

Stark Betroffene können Unterstützung durch Mittel aus dem Katastrophenfonds bekommen. "Waldbesitzer, die einen flächigen Schaden auf einer zusammenhängenden Fläche von mindestens 0,3 ha haben, sollen sich umgehend bei den Gemeinden melden. Danach können die Schadenskommissionen die Arbeit aufnehmen", informiert Löffler. "Wir gehen davon aus, dass in den hauptbetroffenen Gebieten die Arbeit der Schadenskommissionen erst im ersten Quartal 2015 abgeschlossen werden kann."

Löffler rät den Waldbesitzern bei den notwendigen Aufräumarbeiten auf größtmögliche Sicherheit zu achten: "Sicheres Aufarbeiten hat oberste Priorität. Das betrifft die notwendige Schutzbekleidung genauso, wie die richtige Arbeitstechnik. Ungeübten empfehle ich die Zuhilfenahme von Profis. Die Landwirtschaftskammer steht mit Rat und Tat zur Seite."

Die Experten gehen von keinen Auswirkungen des Eisbruchs auf den Holzmarkt beziehungsweise den Preis aus: "Die holzverarbeitenden Betriebe sind aufnahmebereit. In Niederösterreich beträgt der Holzeinschlag in einem gewöhnlichen Jahr ca. 3,8 Mio. fm. Derzeit stehen wir erst am Beginn der Ernteperiode. Da der Winter bevorsteht, ist mit keiner Käferproblematik in den nächsten drei bis vier Monaten zu rechnen. Doch bis Ende März sollten alle Schäden und somit auch etwaiges bruttaugliches Material beseitigt werden." (Schluss)

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