Kinder im Straßenverkehr: Sicherheit durch Sichtbarkeit

AUVA empfiehlt reflektierende Kleidung, Schuhe und Schultaschen

Wien (OTS) - Nicht ohne Grund wird die Zeit zwischen November und Februar als die graue Jahreszeit bezeichnet. Der Lichtmangel und die für Spätherbst und Winter typischen Witterungen sind gerade für Kinder im Straßenverkehr höchst gefährlich. Sie bewältigen ihren Schulweg meistens in der Dämmerung und im Dunkeln, zusätzlich behindern Regen, Nebel oder Schnee die Sicht. "Die eigene Sichtbarkeit ist im Straßenverkehr das A und O", sagt der AUVA-Präventionsexperte Joachim Rauch. "Denn dunkle Kleidung ist nur rund 30 Meter weit sichtbar, reflektierende Kleidung hingegen bis zu 160 Meter."

Ein Großteil der Informationen im Straßenverkehr wird über das Auge aufgenommen. Wer gut sichtbar ist, wird im Straßenverkehr auch wahrgenommen. Den besten Schutz bieten reflektierende Kleidung oder reflektierende Aufsätze auf Mützen, Schuhen und Jacken. Schultaschen sollten in jedem Fall immer mit reflektierenden Materialien ausgestattet sein.

Die Sicht der Autofahrer!

Bei schlechter Sicht ist ein dunkel gekleideter Fußgänger erst auf eine Entfernung von 25 bis 30 Meter sichtbar: Oft zu spät, um einen Unfall zu verhindern. Bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h und einem Bremsweg von 40 Metern kann ein Autofahrer oft nicht rechtzeitig stehen bleiben! Durch helle Kleidung wird die Sichtbarkeit um etwa 20 bis 30 Meter gesteigert. Den besten Schutz jedoch bringt Kleidung mit Reflexmaterial. Durch dieses werden Fußgänger bereits ab einer Entfernung von 130 bis 160 Meter gesehen.

Die AUVA appelliert: Mach dich sichtbar!

Damit Unfälle vermieden werden, empfiehlt der AUVA-Präventionsexperte Joachim Rauch:

1. Wählen Sie helle und reflektierende Kleidung. 2. Kinder lernen am besten durch eigenes Tun und Handeln. Erklärungen sind nützlich doch noch effektiver ist das Selbst-Ausprobieren: Wie weit bin ich im Dunkeln sichtbar? 3. Drosseln Sie die Fahrgeschwindigkeit vor Schulen und in Schulnähe und haben Sie ein besonders wachsames Auge auf Kinder.

Über die AUVA:

Bei der AUVA sind rund 4,8 Millionen Personen gesetzlich gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert: 1,2 Millionen Arbeiterinnen und Arbeiter, 1,6 Millionen Angestellte, 0,5 Millionen Selbständige sowie 1,5 Millionen SchülerInnen und Studierende. Die AUVA finanziert ihre Aufgaben als soziale Unfallversicherung fast zur Gänze aus Pflichtbeiträgen der Dienstgeber. Prävention ist dabei die vorrangige Kernaufgabe der AUVA, denn die Verhütung von Unfällen und die Vorbeugung von Berufskrankheiten senken die Kosten für die drei weiteren Unternehmensbereiche Heilbehandlung, Rehabilitation und finanzielle Entschädigung von Unfallopfern am wirksamsten.

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Dr. Wilfried Friedl
Leiter Sicherheitsmarketing und Presse
AUVA-Hauptstelle
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