Ludwig/Papai/Brandsteidl: Peer-Mediations-Ausbildung startet jetzt auch in Floridsdorf

SchülerInnen lernen mit Konflikten umzugehen und diese zu lösen

Wien (OTS) - Im Rahmen der Peer-Mediations-Ausbildung von wohnpartner lernen SchülerInnen, wie man Meinungsverschiedenheiten und Konflikte auf positive Weise beilegen kann.
Nach der erfolgreich gestarteten Kooperation 2013 mit der Volksschule Siebenhirten startete wohnpartner heuer mit dem Projekt Peer-Mediation auch in der Volksschule Jochbergengasse.

Wohnbaustadtrat Michael Ludwig, Bezirksvorsteher Georg Papai und Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl besuchten gestern die Schule und trafen einige der zukünftigen jungen StreitschlichterInnen, die ihr gewonnenes Know-how in ihrem gesamten Lebensumfeld, also etwa auch im Hof ihrer Wohnhausanlage, anwenden werden. ****

Um den Kindern einen ersten Eindruck zu vermitteln, worum es bei der Peer-Mediations Ausbildung geht und auch, um Ihnen die Entscheidung zur möglichen Teilnahme zu erleichtern, organisierte wohnpartner Mitte November für alle 2. und 3. Klassen Konfliktgrundschulungen. Rund 20 SchülerInnen der Volksschule Jochbergen lernen ab Februar, wie man Konflikte erkennt und Streitschlichtungsverfahren sowie verschiedene Kommunikationstechniken anwendet. Ende März 2015 werden die frisch gebackenen Peer-MediatorInnen ihr Zertifikat im Rahmen eines Schulfestes erhalten.

"Peer-Mediation ist eine wichtige Initiative, von der die SchülerInnen ihr ganzes Leben lang profitieren werden. Schließlich können Meinungsverschiedenheiten und Konflikte überall auftreten. Zu wissen, wie man damit konstruktiv umgeht und wie man sie leichter lösen kann, bringt den Kindern, aber auch ihrem Umfeld wichtige Vorteile. Denn dadurch wird auch das gute Zusammenleben - sei es in der Schule oder in der Wohnhausanlage - unterstützt und gefördert ", betonte Wohnbaustadtrat Michael Ludwig.

"Das Wiener Modell der Peermediation, das bereits seit Jahren an unseren Schulen erfolgreich durchgeführt wird, ist bereits eine Erfolgsgeschichte. Keine Frage, dass das Peer-Mediationsprojekt von wohnpartner nach dem Prinzip "Schülerinnen und Schüler helfen Konflikte in ihrer Wohnumgebung zu lösen' ein richtiger und zukunftsweisender Weg ist", zeigte sich auch Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl von der Initiative begeistert.

Auch Bezirksvorsteher Georg Papai begrüßt die Vorzüge dieser Ausbildung: "Die Schülerinnen und Schüler können bei Konflikten von Gleichaltrigen gefragt werden, ob sie bereit sind, einen Konflikt zu lösen. Unter ihrer Anleitung und mit ihrer Hilfe finden Konfliktbeteiligte oft eine für beide Seiten akzeptable Lösung."

Kinder erlernen grundlegende kommunikative Fertigkeiten

Peer-Mediation - Konfliktvermittlung zwischen SchülerInnen durch SchülerInnen - ist eine Alternative zu disziplinarischer und hierarchischer Konfliktlösung durch Erwachsene. Der Grundgedanke ist, dass Kinder oftmals ihre Streitereien untereinander regeln können. Für diese Aufgabe werden SchülerInnen zu KonfliktvermittlerInnen ausgebildet.
"Peer-Mediation ist ein innovativer und langfristig Erfolg versprechender Ansatz der konstruktiven Konfliktvermittlung", bekräftigt auch die Direktorin der VHS Jochbergengasse, Gabriele Mayer.

Streitschlichtungs- oder Peer-Mediationsprogramm

Das von wohnpartner entwickelte Programm ist ein Beitrag zur Entwicklung einer Konfliktkultur und fairer Konfliktvermittlung an Schulen und Jugendeinrichtungen.

Claudia Hagenauer, Teamleiterin wohnpartner-Team 21: "Die Verankerung von Peer-Mediation im Schulprogramm und damit an den Schulstandorten erweitert das Spektrum der Konfliktlösungsmöglichkeiten an den Schulen und bietet allen Beteiligten die Chance, eine neue Konflikt- und Kommunikationskultur zu entwickeln."

Laufendes Coaching durch wohnpartner

Gemeinsam mit einer Schulsozialarbeiterin steht wohnpartner den SchülerInnen auch nach erfolgreich absolviertem Kurs weiter bei ihrer Tätigkeit unterstützend zur Seite. Die Organisation sieht in den jungen, frisch ausgebildeten Peer-MediatiorInnen ein großes Potenzial - vor allem auch im Umgang mit häufig entstehenden Generationenkonflikten.

Über wohnpartner
Die mehr als 150 MitarbeiterInnen von wohnpartner initiieren gemeinsam mit den BewohnerInnen vielfältige Aktivitäten und Projekte, um das Zusammenleben und die gute Nachbarschaft im Gemeindebau zu fördern und weiter zu verbessern. Dazu zählen unter anderem die Begrüßungs-Initiative Willkommen Nachbar!, der 1. Wiener Gemeindebauchor, die BewohnerInnen-Zentren oder die Unterstützung von MieterInnen-Initiativen wie Hofcafés oder Festen. Darüber hinaus vermittelt wohnpartner bei Meinungsverschiedenheiten zwischen NachbarInnen und führt kostenlos Mediationen durch. Zudem sind alle MitarbeiterInnen im Rahmen von wohnpartner unterwegs in den Sommermonaten aktiv, um für ein besseres Miteinander im Gemeindebau zu sorgen. www.wohnpartner-wien.at (Schluss) kp/da

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