Gimborn: Für Politische Bildung verstärkt Qualitätsmedien nutzen

Unterrichtsfach Politische Bildung kosten bis zu 40 Millionen Euro

St. Pölten (OTS) - Dass es um die politische Bildung in den Schulen nicht immer zum Besten steht, daran erinnerte gestern am Abend in der Sitzung des NÖ Landtages die Abgeordnete des Team Stronach für NÖ, Dr. Gabriele Von Gimborn. Da es bei den vielfältigsten Diskussionen um die politische Bildung auch immer um die Frage geht, wer soll das bezahlen, nannte Gimborn einen konkreten Vorschlag: "Das Lesen von Qualitätsmedien, wie etwa die Tageszeitungen Presse, Standard und Wiener Zeitung, verbunden mit konkreten Projekten, sollte aus der Klasse selbst finanzierbar sein. Die monatlichen Kosten liegen da zwischen rund neun und 23 Euro pro Monat für ein Print Abo, zusätzlich können diese Medien auch online konsumiert werden. Diese Medien, mit ihren ausführlichen Ressorts Außen- und Innenpolitik, Wirtschaft sowie Kultur, sind eine gute Grundlage für politische Bildung!"

Gimborn erinnerte daran, dass politische Bildung seit 1978 als eines der 12 Unterrichtsprinzipien in allen Schultypen im österreichischen Schulwesen verankert ist. Seit dem Schuljahr 2008/09 ist politische Bildung auch als Fächerkombination flächendeckend in der Unterstufe verankert. Infolge dieser alters- und fachunabhängigen Verankerung ist theoretisch jede Lehrkraft zur Politischen Bildung berufen.

Gimborn: " Sollte allerdings ein eigenes Fach "Politische Bildung" angestrebt werden, bedarf es einer umfassenden standardisierten Ausbildungen der Lehrkräfte. Faktum ist, dass es nach wie vor keine eigene Lehramtsausbildung für den Gegenstand Politische Bildung gibt, sodass die einzelnen Aktivitäten oftmals zur "Beliebigkeitslehre" zu werden drohen - wie der Politikwissenschaftler Filzmaier bereits anmerkte."

Politische Bildung in "Zeitgeschichte und Demokratie" umbenennen

Tatsche ist auch, dass es in der Lehrerschaft große Berührungsängste mit der Parteipolitik gibt. Schon der Begriff Politische Bildung schafft Irritationen. Gimborn regte an, diesen polarisierenden Wortstamm durch ein positiv besetztes Wort wie "Demokratie" zu ersetzen, und ein eigenes Fach zu diesem Thema "Zeitgeschichte und Demokratie" zu nennen.

Berechnungen haben gezeigt, dass ein Schuljahr mit einem neuen, eigenen Fach Politische Bildung an die 40 Millionen Euro pro Jahr kosten würde. Es ist fraglich, so Gimborn, ob dieses Geld in Zeiten wie diesen zur Verfügung steht. Deshalb erinnerte Gimborn nochmals an ihren Vorschlag mit dem verstärkten, projektbezogenen, fächerübergreifenden Arbeiten mit Qualitätsmedien.

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