biogas14: Die Jahrestagung der österreichischen Biogasbranche im Zeichen der Kreislaufwirtschaft und Grünen Bioraffinerie

Wien (OTS) - In der EU fallen pro Bürger ca. 180 kg an biogenen Abfällen (lebensmittelverarbeitende Industrie, Gastronomie, Haushalte...) pro Jahr an. Mit diesen insgesamt ca. 90 Mio. t könnte man durch Weiterbehandlung in Biogasanlagen ca. 5 Mrd. m3 Biomethan erzeugen und so die Abhängigkeit von Erdgasimporten senken. In Österreich hat die Behandlung organischer Abfälle zur Biogas- und Düngemittelproduktion bereits eine lange Tradition und führen dies bereits viele Biogasanlagen durch. Nach wie vor gibt es aber auch bei uns noch wesentliches Optimierungspotenzial. Neben der sauberen getrennten Erfassung des Bioabfalls stellt dabei die Zwischenlagerung und Sammellogistik eine große Herausforderung dar.

Alleine durch die Umstellung der Zwischenlagerung biogener Küchenabfälle von Tonnen auf Tanks könnte die Lagerung einerseits "hygienischer" und anderseits die Transporthäufigkeit wesentlich vermindert werden. Die dazu durchgeführten Studien der Uni Innsbruck lassen jedoch hoffen, dass in Zukunft vermehrt biogene Abfälle auch im dicht besiedelten urbanen Raum leichter getrennt gesammelt werden und einer Behandlung in Biogasanlagen zugeführt werden können.

Dass die Biogastechnik nicht nur bei der Verwertung organischer Abfälle eine Schlüsselrolle einnimmt zeigen die Entwicklungen im Bereich der Grünen Bioraffinerie. Hier wurde vorerst an der Produktion von organischen Säuren aus Gräsern geforscht und diese Technik bereits soweit weiter entwickelt, dass eine Umsetzung im größeren Maßstab direkt bei Anlagen derzeit durchgeführt wird. Im Rahmen der Weiterentwicklung der Technik geht es nun unter anderem auch um die Entwicklung biologisch abbaubarer Lösungsmittel. Ziel dieser Entwicklungen ist die Gewinnung nachhaltiger-erneuerbarer Grundstoffe und Ersatz umweltschädigender Substanzen wie Lösungsmittel. Biogasanlagen können dabei einerseits die benötigten Grundstoffe bereitstellen und dienen andererseits zur Verwertung der dabei anfallenden Reststoffe zur Biogas- und organischen Düngerproduktion. Die Biogastechnik stellt somit einen wesentlichen Baustein für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft ohne Abfälle dar.

Möchte man eine rasche Verbesserung der Luftsituation in innerstädtischen Bereichen erzielen so gibt es bereits eine einfache Maßnahme - die Umstellung auf Methankraftstoffe und hier vorzugsweise gleich auf Biomethan. Alleine durch die Umstellung von Diesel auf Biomethan könnten dadurch die motorbedingten Emissionen von Bussen bei NOx und Partikel auf ein Zehntel vermindert werden. Die Umwelt und unsere Lungen würden es uns danken. Die Salzburg AG und Skoda arbeiten daher folgerichtig intensiv am vermehrten Einsatz von Fahrzeugen mit Methankraftstoffen und unterstützen zudem den Einsatz von Biomethan.

biogas14:
Durchgeführt im Auftrag von klimaaktiv, der Klimaschutzinitiative des Ministeriums für ein lebenswertes Österreich, und in Kooperation mit dem Land Salzburg, der Wirtschaftskammer und Landwirtschaftskammer Salzburg.

Die Eröffnung erfolgte durch LAbg Mag. Hans Scharfetter (WK Salzburg), LWKR Franz Zehetner (LK Salzburg) und SC DI Christian Holzer (BMLFUW). LR Dr. Josef Schwaiger eröffnete die Abendveranstaltung.

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