Heinisch-Hosek: Verschärfungen im Sexualstrafrecht notwendig Frauenministerin begrüßt Ankündigung von Justizminister Brandstetter

Wien (OTS) - Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek begrüßt die Ankündigungen von Justizminister Wolfgang Brandstetter, Verschärfungen im Sexualstrafrecht einzuführen. "Sexuelle Gewalt ist eine Form der geschlechterspezifischen Gewalt. Frauen und Mädchen sind dabei Hauptbetroffene. Hier braucht es rasch Verbesserungen zum Schutz der Frauen", so Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek. Konkret gehe es darum, dass wenn das Opfer sexuelle Handlung erkennbar verweigert - beispielsweise durch Nein sagen oder Weinen -der Täter diese sexuelle Handlung dennoch setzt, dessen Verhalten derzeit nicht strafbar ist. Die Frauenministerin verweist auf die Petition des Österreichischen Städtebunds "Ein Nein muss genügen"
(http://www.staedtebund.gv.at/gewalt), die Österreich daran erinnert,
dass es sich durch die Ratifizierung der Istanbul-Konvention dazu verpflichtet hat, hier tätig zu werden.

Die Ankündigung des Justizminister, Frauen in ihrer sexuellen Selbstbestimmung stärker zu schützen und strafrechtlich mehr Möglichkeiten zu geben, sieht die Frauenministerin sehr positiv. Sie fordere schon lange strafrechtliche Änderungen, wenn es um die sexuelle Integrität von Frauen gehe. Hier sei es wichtig, dass aber auch das Po-Grapschen geahndet werde. "Das Po-Grapschen und auch andere unerwünschte Handlungen wie aufgezwungene Küsse oder Ähnliches sollen unter den Tatbestand sexuelle Belästigung fallen und als solche bestraft werden können. Bis jetzt sind Frauen nur vor sexueller Belästigung am Arbeitsplatz selbst geschützt - hier will ich auch im Strafrecht nachschärfen", so Heinisch-Hosek abschließend.

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