FP-Guggenbichler/Köckeis lehnen Skandal-Umwidmung am Neustifter Friedhof ab

Protest gegen pietätlose Geldgier und Umweltschande

Wien (OTS) - "Die FPÖ wird in der heutigen Sitzung der Währinger Bezirksvertretung glasklar für Erhaltung und Bestandssicherung der derzeitigen 'Grünland/Friedhof'-Widmung für das Areal der Gärtnerei am Neustifter Friedhof eintreten und die geplante Baulandwidmung vehement ablehnen", kündigen FPÖ-Bezirksobmann LAbg. Udo Guggenbichler und FPÖ-Klubobmann Georg Köckeis an.

Der Neustifter Friedhof ist bekanntlich als "Umweltfriedhof" ausgewiesen. Durch den Bau ist die Zerstörung von Lebensraum und Vielfalt der Fauna und Flora vorprogrammiert. Kritische Einwände kamen daher auch von der MA-22 (Umweltschutzabteilung) der Stadt Wien. Diese bemängelte etwa die Einschränkung des Grüngürtels bei einer Verbauung. Auch würde laut MA-22 die Frischluftzufuhr aus dem Wienerwald für Währing und Döbling massiv beeinträchtigt.

Die mit dem Bau einhergehende Bodenversiegelung würde wichtige Funktionen wie etwa die Wasserspeicherung gefährden, wodurch die Hochwassergefahr steigen würde, da auch Versickerungsflächen wegfallen. "Hangrutschungen könnten die Folge sein", warnt Guggenbichler. Eine Verbauung würde das Wiener Biosphärenparkgesetz verletzen. Aber auch ethisch-moralische Aspekte sprechen gegen eine Verbauung der Grünflächen, da die Wohnobjekte an drei Seiten an Gräberanlagen grenzen würden. "Es muss daher von einer pietätlosen Störung der Friedhofs- und Totenruhe sowohl während der Bauzeit als auch Nutzung ausgegangen werden", betont Köckeis.

Ein vermehrtes Verkehrsaufkommen auf der Pötzleinsdorfer Höhe würde zudem gravierende Lärmbelästigungen und erhöhte Feinstaubbelastungen für die Anrainer mit sich bringen. Eine öffentliche Verkehrsanbindung ist nur durch den Bus 41 A mit langen Intervallen gegeben. "Die Infrastruktur in Sachen Einkaufsmöglichkeiten vor Ort ist ebenso katastrophal wie die Vorgangsweise von SPÖ und Grünen bei diesem Heuschreckenprojekt im Zeichen von brutaler Gewinnmaximierung und Pietätlosigkeit", halten Gugggenbichler und Köckeis abschließend fest. (Schluss)otni

Rückfragen & Kontakt:

FPÖ-Wien
4000/81747

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFW0007