Erst ein, dann zwei, dann drei, dann vier ...

Zahlt meine Haushaltsversicherung, wenn Adventkranz oder Christbaum brennen?

Wien (OTS/PWK894) - Auch dieses Jahr ist bei Adventkränzen und Christbäumen mit echten Kerzen wieder besondere Vorsicht geboten. Denn schnell wird aus der brennenden Kerze ein brennender Christbaum oder Adventkranz - und am Ende durch unsachgemäße Löschversuche oder Zugluft eine Brandkatastrophe.

Ob durch eine brennende Kerze des Adventkranzes am Fensterbrett, einen Defekt der Beleuchtung oder der Wunderkerze am Christbaum - ein Brandschaden entsteht schneller als gedacht. Statistiken zufolge kommt es zu Weihnachten zu drei- bis viermal mehr Feuerwehreinsätzen als im restlichen Jahr. Die Haushalts- und Eigenheimversicherung deckt Brandschäden generell bei ausreichendem Versicherungsschutz, doch bei Sengschäden oder grober Fahrlässigkeit kann man nicht auf die Deckung durch die Versicherung vertrauen.

Daher ist es wichtig, folgende drei Maßnahmen zu treffen, um ein Feiertagsunglück zu vermeiden:

1.) Ausreichende Versicherung:

Viele sind unterversichert - ohne es zu wissen! Wie das passieren kann, zeigt ein Beispiel: Man besitzt ein Haus, das einen Neubauwert von 300.000 Euro hat, und vereinbart eine Versicherungssumme von 200.000 Euro. Auf den ersten Blick scheint dies ausreichend, da das Gebäude schon einige Jahre alt und der Verkehrswert daher gesunken ist. Gunther Riedlsperger, Obmann des Fachverbandes der Versicherungsmakler in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), erklärt, wieso dieser Gedankengang böse Folgen haben kann: "Die Versicherungssumme muss unbedingt auf den Neubauwert des Eigenheimes abgestimmt werden. Denn ein aktueller Markt- oder Zeitwert ist irrelevant, wenn es darum geht, das Gebäude nach einem Totalschadensfall neu zu errichten."

In diesem Beispiel wäre das Haus also um ein Drittel unterversichert. Man würde bei einem Schaden von 60.000 Euro nur 40.000 Euro von der Versicherung erhalten und müsste das übrige Drittel selbst bezahlen, da die Differenz zwischen Neubauwert und Versicherungssumme anteilig abgerechnet wird.

"Bei der Wahl der Versicherung muss oft eine Vielzahl von Versicherungsprodukten geprüft werden. Ohne fachliche Beratung ist es schwierig, den Wald vor lauter Bäumen noch zu sehen. Deshalb ist es ratsam, sich vor Abschluss einer Polizze an einen unabhängigen Experten, an einen Versicherungsmakler, zu wenden", betont Riedlsperger.

2.) Vorsorge:

Werden die Nadeln des Kranzes trocken oder steht der Baum zu nahe am Fensterbrett, kann das Feiertagsunglück schnell passieren. Vorsorge durch geeignete Löschmittel (z.B. Löschdecke oder Feuerlöscher) in der Nähe der Kerzen ist das Um und Auf, um die Adventzeit sicher zu genießen.

3.) Grobe Fahrlässigkeit einschätzen:

Riedlsperger erklärt: "Ein Paradebeispiel ist das Vergessen einer brennenden Kerze. Das wird in der Regel als grob fahrlässig gewertet. Man muss daher nach einem so entstandenen Feuer damit rechnen, dass man auf dem finanziellen Schaden zur Gänze sitzen bleibt. Die gute Nachricht: Einige wenige Versicherungsgesellschaften bieten bereits ordentliche Entschädigungssummen auch bei grober Fahrlässigkeit an." Damit Sie im schlimmsten Fall nicht leer ausgehen, schafft der unabhängige Versicherungsmakler Klarheit und bietet das beste Produkt für Ihre Bedürfnisse.

Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Versicherungen , sowie einen unabhängigen Versicherungsmakler in Ihrer Nähe finden Sie hier: versicherungswissen.at (JR)

Rückfragen & Kontakt:

Fachverband der Versicherungsmakler und
Berater in Versicherungsangelegenheiten
Tel. 05 90 900 4816
E-Mail: ihrversicherungsmakler@wko.at
Internet: http://wko.at/ihrversicherungsmakler

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0003