GPA-djp auch auf internationaler Ebene für mehr Verteilungsgerechtigkeit

Gleichstellung bleibt auf der gewerkschaftlichen Agenda

Wien (OTS/ÖGB) - "Auf globaler Ebene gilt das gleiche, was wir in Österreich im Bereich der Verteilungspolitik verfolgen: Gute Bezahlung für gute Arbeit", so Karl Proyer, stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp, in seiner Rede am Weltkongress der gewerkschaftlichen Dienstleistungsinternationale (UNI Global Union) in Kapstadt (Republik Südafrika). Verteilungsfragen, Kampf gegen Ungleichheiten bei den Einkommen und Stopp von Sonderrechten für Investoren in Freihandelsverträgen standen im Zentrum der wirtschaftspolitischen Debatten am 4. Weltkongress von UNI Global Union. ++++

"Wir unterstützen alle grenzübergreifenden Initiativen in Richtung Lohn- und Gehaltssteigerung auf Basis der Produktivitätsorientierung und der Sicherung der Kaufkraft", so Proyer weiter. "Dazu braucht es in allen Ländern einen entschiedenen Kampf gegen Niedriglohnbereiche, gegen alle Formen informeller und illegaler Beschäftigung sowie den Erhalt bzw. die Stärkung von kollektiven Verhandlungsstrukturen".

Auch was die Reduktion der Einkommensschere zwischen Frauen und Männern betrifft, ist entschiedenes Vorgehen angesagt: auf nationaler wie auf internationaler Ebene. "Das Motto muss lauten:
Einkommensunterschiede nicht nur zu thematisieren, sondern durch konkretes Handeln zu beseitigen", so Barbara Teiber, Regionalgeschäftsführerin der Region Wien in der GPA-djp, beim Kongress.

"Neben gesetzlichen Regelungen zur Gleichstellung muss weiter die Kollektivvertragsarbeit und damit besonders die betriebliche Ebene im Fokus stehen. Überall dort, wo es keine volle Gewerkschaftsfreiheit gibt, muss diese durchgesetzt werden, auch mit internationaler Unterstützung. In allen Ländern mit funktionierenden Kollektivvertragsstrukturen muss das Schließen der Einkommensschere auf der Agenda bleiben", so Teiber.

Weitere zentrale Beschlüsse beim Weltgewerkschaftskongress waren ein Globaler Steuerpakt mit vermögensbezogenen Steuern und einer effektiven Finanztransaktionssteuer auf breiter Basis, weiter ein Moratorium betreffend die Verhandlungen internationaler Freihandelsverträge (TTIP), die Arbeits- und Konsumentenschutzrechte aushebeln und internationalen Konzernen Sonderrechte, etwa bei Klagen gegen Staaten, einräumen.

UNI Global Union, der Gewerkschaftsverband der Dienstleistungssektoren, wurde im Jahr 2000 als Zusammenschluss mehrerer globaler Gewerkschaftsföderationen, u. a. jener der Angestellten in den Bereichen Handel, Banken und Versicherungen, sowie des Graphik-, Post- und Telekomsektors sowie des Mediensektors gegründet.

Der Gewerkschaftsverband mit Sitz in der Schweiz, dem weltweit mehr als 900 Gewerkschaften mit knapp 14 Millionen Mitglieder angehören, hielt dieser Tage seinen Weltkongress ab. Die GPA-djp war neben anderen Gewerkschaften aus Österreich mit einer kleinen Delegation vertreten.

Nähere Informationen: www.uniglobalunion.org

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