Tröls-Holzweber/Sidl: Politische Bildung ab der 6. Schulstufe notwendig

Finanzministerium muss Finanzierung sicherstellen

St. Pölten (OTS/SPI) - "Mit dem Antrag der ÖVP, politische Bildung als Pflichtfach in allen Schultypen einzuführen, sehen wir eine unserer Forderungen im Bildungsbereich als gerechtfertigt und bestätigt. Daher werden wir diesem Antrag natürlich gerne unsere Zustimmung geben. Allerdings müssen aus unserer Sicht noch zwei entscheidende Veränderungen vorgenommen werden. Denn erstens ist es notwendig, dass die Finanzierung eines weiteren Pflichtgegenstandes sichergestellt werden muss. Der dem Bildungsressort vom Finanzminister auferlegte Sparkurs würde dieses Vorhaben sonst von vorneherein scheitern lassen und zweitens muss ein solcher Unterricht ab der 6. Schulstufe einsetzen", betonen die Bildungssprecherin der SPNÖ, LAbg. Ilona Tröls-Holzweber und SPNÖ-Jugendsprecher Dr. Günther Sidl im Vorfeld der heutigen Landtagssitzung.

"Es ist vor einigen Jahren gelungen, das Wahlalter auf 16 Jahre zu senken und damit eine lange Forderung der SPÖ umzusetzen. Das war wichtig, um der Jugend mehr Möglichkeiten zur Mitgestaltung zu geben, schließlich bestimmt die Politik von heute über ihr Leben von morgen. In den Schulen ein eigenes Fach für politische Bildung zu etablieren, statt diese wie bisher verstreut auf verschiedene Gegenstände zu vermitteln, würde zweifelllos der Bedeutung dieser Materie besser gerecht werden. Allerdings sind wir der Ansicht, dass ein solcher Gegenstand auch breiter gefasst sein muss und schlagen daher vor, dieses Unterrichtsfach 'Politik und Gesellschaft' zu benennen", erläutert Dr. Sidl weiter. "Bislang ist es uns noch nicht gelungen, die Mehrheit von der Wichtigkeit dieser Änderungen in dem heute zu beschließenden Antrag zu überzeugen, aber wir hoffen trotzdem, hier eine gemeinsame Entscheidung im Sinne unserer Jugend zu finden. Denn einerseits ist es wichtig, mit der Sensibilisierung der Jugendlichen für politische und gesellschaftliche Themen möglichst früh zu beginnen und andererseits muss natürlich auch die Finanzierung sichergestellt werden. Wenn die finanziellen Mittel zur Umsetzung nicht bereitgestellt werden, ist jedes auch noch so ambitionierte Vorhaben im Bildungsbereich nicht zu verwirklichen", so LAbg. Tröls-Holzweber abschließend.

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