Industrie: Europa macht auch Österreich stärker

IV-GS Neumayer: Export-, Job- und Wohlstandswachstum durch EU-Beitritt - Aktuelle Herausforderungen nur gemeinsam in EU lösbar - Projekt Europa für Populismus zu wichtig

Wien (OTS/PdI) - "20 Jahre EU-Beitritt sind auf jeden Fall ein Grund zum Feiern. Denn bei allen Verbesserungen, die auf Ebene der EU möglich und nötig sein mögen - die EU hat Österreich mehr Exporte und mehr Wachstum und damit auch mehr Jobs gebracht", so der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer, anlässlich einer Veranstaltung heute, Donnerstag. Besonders deutlich würden sich die Vorteile der EU-Mitgliedschaft bei der Exportentwicklung zeigen, so Neumayer: "Österreich konnte die sich nach dem EU-Beitritt und durch die EU-Erweiterung bietenden Chancen stark nutzen und die Exportquote seit dem EU-Beitritt von 35 auf knapp 60 Prozent des BIP fast verdoppeln." Die Direktinvestitionsbestände durch ausländische Unternehmen hätten sich in Österreich von 15 auf 140 Mrd. Euro fast verzehnfacht. "Etwa 252.000 Österreicherinnen und Österreicher finden heute einen Arbeitsplatz bei einem im ausländischen Eigentum stehenden Unternehmen und 177.000 bei einem Unternehmen aus der EU", so der IV-Generalsekretär.

Mehr Wertschöpfung pro Einwohner durch EU

"Der Beitritt zur EU hat für uns alle in Österreich direkte positive Auswirkungen mit sich gebracht. Kritik an der EU -Verbesserungsbedarf gibt es ja unumstritten - sollte daher immer sachlich bleiben. Wir gestalten in Brüssel immerhin mit, für billigen, parteipolitischen Populismus ist das gemeinsame Projekt Europa einfach zu wichtig", so Neumayer. Simulationsergebnisse von EcoAustria würden die beachtlichen Effekte des EU-Beitritts auf die österreichische Volkswirtschaft bezeugen. Demnach sei die Wertschöpfung pro Einwohner im Jahr 2013 dadurch um 4.240 Euro höher. Seit dem Jahr 1995 betrage der kumulative Mitgliedschafts-Effekt gar 37.134 Euro pro Einwohner. "304.000 Arbeitsplätze des Jahres 2013 verdanken ihre Existenz der Mitgliedschaft in der Europäischen Union, seit dem Jahr 1995 wurden 2,6 Mio. Arbeitsplätze geschaffen bzw. gesichert - gerade in Zeiten steigender Arbeitslosigkeit sollten wir darauf nicht vergessen", so der IV-Generalsekretär. Pro Arbeitsstunde erhalte eine durchschnittliche Arbeitnehmerin bzw. Arbeitnehmer in Österreich etwa 65 Cent mehr aufgrund der EU-Mitgliedschaft. Der Konsum der privaten Haushalte liege für jeden Einwohner im Jahr 2013 um etwa 100 Euro pro Monat höher als dies ohne Mitgliedschaft in der Europäischen Union der Fall gewesen wäre. Seit dem Jahr 1995 betrage dieser Effekt in Summe sogar mehr als 8.050 Euro.

Gesellschaftliche Veränderung beschleunigt

Die EU habe für Österreich aber keineswegs nur wirtschaftliche Verbesserungen mit sich gebracht, sondern auch gesellschaftliche Veränderungen beschleunigt, so Neumayer: "Mit dem Beitritt zur EU wurde Österreich internationaler, verkrustete Strukturen wurden vielfach durch den Wettbewerbsdruck aufgebrochen und die Bevölkerung wurde weltoffener. Die EU wirkte quasi als Wettbewerbs- und Innovationsmotor. Das Bild der abgeschlossenen 'Insel der Seligen' war und ist ein falsches. Österreich kann sich nicht von der internationalen und europäischen Entwicklung abkoppeln", betonte der IV-Generalsekretär. Die EU habe hier viel zum Umdenken beigetragen, wie er weiter ausführte: "Aus einem Land am östlichen Rande der westlichen Hemisphäre, das in seiner wirtschaftlichen Entwicklung überdimensional stark vom deutschen Nachbarn abhängig war, wurde das starke Herz einer sich wirtschaftlich rapide entwickelnden Region."

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