AK 3: Konsumenten brauchen mehr Klarheit

Wien (OTS) - Die AK verlangt anlässlich ihrer Testergebnisse über Elektrogeräteversicherungen mehr Klarheit für KonsumentInnen. KonsumentInnen dürfen nicht mit dem Begriff der Garantieverlängerung in die Irre geführt werden. Überdies sind vor Vertragsabschluss Mindestinformationen nötig. Zudem sollen Händler auch über das gesetzliche Gewährleistungsrecht aufklären.

Konkret verlang die AK:
+ Informative Werbeflyer: In einer Werbeunterlage sollen auch die wichtigsten Ausschlüsse und Einschränkungen aufgelistet sein. Die tabellarische Auflistung der inkludierten Leistungen ist zwar praktisch, doch mit vielen ungenauen Begriffen gespickt.

+ Keine Irreführung bei Garantieverlängerung: Die entgeltliche Leistung "5 Jahres-Garantieverlängerung" erzeugt die Vorstellung, dass sich die Herstellergarantie - zum Beispiel zwei Jahre - um weitere fünf Jahre verlängert, also insgesamt sieben Jahre beträgt. Tatsächlich bedeutet es, dass sich die verlängerte Garantie auf insgesamt fünf Jahre erstreckt. Fazit: Die Garantie wird (nur) um drei Jahre verlängert.

+ Zwischen Garantieverlängerung und Geräteversicherung deutlich unterscheiden: Manche Händler haben explizit darauf hingewiesen, dass es das abzuschließende Produkt definitiv keine "Versicherung" sei. Andere wiederum haben ausgeführt, dass es sich um eine Versicherung handelt - also um eine Garantieverlängerungs-Versicherung.

+ Klare Mindestinformationen vor Beratungsgesprächen:
Mindestinformationen vor Vertragsabschluss sind nötig. Zudem will die AK, dass in vorvertraglichen Beratungsgesprächen VerbraucherInnen ein Produktinformationsblatt erhalten. Darin sollten die maß-geblichen Punkte des Geräteschutzes - beteiligte Vermittler und Versicherer, Prämie, Selbstbehalt, Laufzeit, Kündigungsmöglichkeiten, inkludierte Leistungen und Ausschlüsse - festgehalten werden.

Tipps für KonsumentInnen:
+ Schließen Sie nicht den erstbesten Geräteschutz beim Kauf ab. Bedenken Sie: Üblicherweise gibt es eine (mehrjährige) Garantie des Herstellers und die gesetzliche Gewährleistung.

+ Kostenpflichtige Geräteschutzvarianten beinhalten viele Details über Leistungen, Ausschlüsse und Selbstbehalte. Die Einmalprämien sind im Verhältnis zum Kaufpreis beträchtlich. Zu bedenken ist auch, dass es im Schadensfall einen Zeitwertersatz gibt - das kann nach einigen Jahren nur mehr einen Bruchteil des Anschaffungs- bzw. Neupreises ausmachen.

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