AK Test: Geräteversicherungen mit vielen Lücken 1

Geräteschutz mischt sich oft mit Garantieverlängerung - Für Konsumenten schwierig, durchzublicken

Wien (OTS) - Immer öfter bieten Geschäfte einen Geräteschutz für Elektrogeräte an. Die AK hat in acht Elektrofachgeschäften eine Mystery Shopping-Erhebung gemacht und die Websites von vier Online-Versandhändlern geprüft: KonsumentInnen bleiben verwirrt zurück. Denn: Geräteschutz ist nicht gleich Geräteschutz. Es werden viele verschiedene Versicherungsvarianten angeboten, die mitunter mit der Garantieverlängerung vermischt werden. Besonders auffallend:
Schriftliche Unterlagen sind Mangelware.

Beim Mystery-Shopping hat die AK acht Elektrofachgeschäfte in Wien besucht und die Beratungs- und Informationsqualität durch Testkäufer zu einem angebotenen Geräteschutz für ein TV-Gerät untersucht. Solide Informationen zum Geräteschutz (Garantieverlängerung, Versicherung) waren nicht vorhanden.

Wichtige Punkte zu den zahlreichen Varianten zum Schutz von Elektronikgeräten - Garantie, Garantieverlängerung und Versicherungsschutz - wurden kaum angesprochen. "Beratung rund um den Geräteschutz fand nur ansatzweise statt", sagt AK Konsumentenschützer Christian Prantner. Klare schriftliche Informationen in den Elektrofachgeschäften waren absolute Mangelware. "In zwei von acht Geschäften gab es nur Hinweise auf Schriftliches - aber ausgehändigt wurde nichts", so Prantner.

"Es wurden viele unterschiedliche Geräteschutzvarianten mit Laufzeiten bis zu fünf Jahren angeboten. "Es mangelt also nicht an der Auswahl an den Geräteschutzvarianten", sagt Prantner. "Das Problem ist, dass die angebotenen Pakete mit inkludierten Leistungen, Prämien, Selbstbehalten und Ausschlüssen für den Konsumenten nicht einfach auseinanderzuhalten sind." Es ist also ein erhebliches Manko, wenn zum Geräteschutz keine aussagekräftigen schriftlichen Informationen in den Geschäftslokalen verfügbar sind.

Die AK Überprüfung von vier Online-Elektroshops zeigt: Die Websites der untersuchten vier Online-Versandhändler umfassten umfangreiche Informationen zum Geräteschutz. Vorteil der Websites:
Neben Werbefoldern bzw. Verkaufsunterlagen waren auch Versicherungsbedingungen abrufbar. Die in der Praxis verwendeten Werbefolder beinhalten zwar nützliche Tabellen mit inkludierten Leistungen, aber auf Ausschlüsse und Beschränkungen wird in der Regel nicht deutlich hingewiesen.

Die AK Beratungserfahrung zeigt: Das gesetzliche Gewährleistungsrecht des Konsumenten gegenüber dem Händler fällt gerne unter den Tisch.

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