Aubauer: Hospiz muss für alle leistbar und erreichbar sein

Vorsitzende der Enquete-Kommission "Würde am Ende des Lebens" verweist auf nächste öffentliche Sitzung am Dienstag, 16.12.2014

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Hospiz ist leistbar und Hospiz müssen wir uns leisten, so heute, Donnerstag, die Vorsitzende der Enquete-Kommission "Würde am Ende des Lebens", Mag. Gertrude Aubauer. Sie verweist auf die nächste öffentliche Sitzung am Dienstag, 16. Dezember 2014 (10 bis ca. 15 Uhr), in der es um die Möglichkeiten zum konkreten Ausbau von Palliativ- und Hospizeinrichtungen, die Einbeziehung von Ländern und Körperschaften sowie um die richtungsweisende Europarats-Empfehlung zu diesem Thema (Recommendation 1418/19) geht. Als Experten sind dabei Vertreter aus Ministerien, Bundesländern, Hilfsorganisationen, Caritas und Kinderhospizvertreter geladen.

Ein Hospizbett kostet zwischen 400 und 600 Euro pro Tag, ein mobiles Palliativteam 340.000 Euro, ein palliativer Beratungsdienst, der vor allem in den Spitälern selbst tätig sind, rund 135.000 Euro pro Jahr. Ein mobiles Hospizteam, das größtenteils dank der über 3.200 Freiwilligen existiert, veranschlagt rund 50.000 Euro pro Jahr. "Alle Parlamentarier sind sich einig, dass es ein entsprechendes Ausbauszenario im Rahmen eines längerfristigen Hospiz-Stufenplans geben muss. Hier sind alle Körperschaften gefordert, in einem Schulterschluss ihren Beitrag dazu zu liefern", so Aubauer.

"Wichtige Dinge dürfen nicht aufgeschoben werden", verwies die ÖVP-Abgeordnete vor allem auf die zwischenzeitlich gestiegenen Bedarfszahlen und insbesondere auf die in der Realität noch brach liegende Kinderhospizversorgung in Österreich.

"Eine ausreichende flächendeckende leistbare Hospiz- und Palliativversorgung gibt im Besonderen älteren und kranken Menschen die Sicherheit in einer Solidargesellschaft, die sie brauchen. Mit der Patientenverfügung und der Vorsorgevollmacht sichern wir die Selbstbestimmung nachhaltig ab", so Aubauer weiter.

Aubauer lädt zudem alle Bürgerinnen und Bürger ein, noch bis 31. Jänner Anliegen und Stellungnahmen an die Enquete-Kommission zu senden (wuerdevoll.leben@parlament.gv.at). 636 schriftliche Stellungnahmen, die auch auf der Parlamentswebsite www.parlament.gv.at einsehbar sind, sind bisher eingelangt.

Weiterer Fahrplan der Enquete-Kommission:

In einer weiteren Sitzung am Freitag, 23. Jänner 2015, sollen rechtliche Thematiken wie die Patientenverfügung (Evaluierung und ggf. Maßnahmen zur Verbesserung) besprochen werden. Ebenso wird die Möglichkeit einer Verfassungsverankerung Gegenstand sein. Danach plant das Gremium einen Endbericht an den Nationalrat mit konkreten Empfehlungen.

Die Einsetzung der Enquete-Kommission beschloss der Hauptausschuss des Nationalrats heuer im Juni mit den Stimmen aller Fraktionen. In der ersten Sitzung Mitte September wurde der Fahrplan festgelegt. Zusammengesetzt ist die Enquete-Kommission aus 18 stimmberechtigten Nationalratsabgeordneten aller Parteien nach Mandatsstärke und sechs BundesrätInnen in beratender Funktion. Die Kommission wird in ihrer Arbeit inzwischen von mehr als 100 Expertinnen und Experten unterstützt.
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