VHS Wien: 25. Todestag von Volksbildner Univ.-Prof. Dr. Hans Czermak

Kinderarzt und Sozialpädiater als Vorkämpfer für eine humane und gewaltfreie Erziehung

Wien (OTS) - Am 12. Dezember jährt sich zum 25. Mal der Todestag von Univ.-Prof. Dr. Hans Czermak (12.12.1989). Hans Czermak, 1913 geboren, übernahm 1949 die Leitung der beiden Neugeborenenstationen an der Universitäts-Frauenklinik, war ab 1962 Primar am Gottfried Preyerschen Kinderspital und Leiter der dortigen Krankenpflegeschule. Er gilt als einer der international bedeutendsten Verfechter der gewaltlosen Kindererziehung. Dr. Hans Czermak entwarf den Plan des Mutter-Kind-Passes, mit dem die Säuglingssterblichkeit auch in Österreich auf ein europäisches Maß gesenkt werden konnte und trat vehement für das Stillen von Säuglingen ein. In seinem letzten Lebensjahrzehnt war Hans Czermak Vorkämpfer für eine humane, gewaltfreie Kindererziehung. Als Hans Czermak 1989 in Wien starb, hatte sich die Lebenssituation vieler Kinder durch sein Wirken entschieden verbessert. "Die verdienstvolle Kinder- und Jugendarbeit von Hans Czermak deckte sich mit den Zielen, Aktivitäten und dem Gesellschaftsbild, das die VHS Wien seit ihrer Gründung verfolgt. Wir treten aktiv gegen Diskriminierung und Gewalt jeder Art auf und stärken durch unsere Bildungsarbeit insbesondere auch die Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendliche in unserer Gesellschaft", so VHS Wien Geschäftsführer Mario Rieder.

"Kinder sind alles, was wir nie wirklich besitzen können."

Die Erziehung zur Gewaltlosigkeit und Toleranz war eine Lebensaufgabe des Kinderarztes Prof. Hans Czermak. Er hat aktiv Lobbying für die Rechte von Kindern und Jugendlichen betrieben und Überzeugungsarbeit für gewaltfreie Erziehung geleistet. In Zusammenarbeit mit dem Verein für gewaltlose Erziehung verliehen die Wiener Volkshochschulen alle zwei Jahre von 2000 bis 2012 den Hans-Czermak-Preis für eine gewaltfreie Gesellschaft. Prämiert wurden Projekte bzw. Arbeiten, die einen Beitrag zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit für gewaltlose Erziehung leisten.

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