Steuerreform - SWV-Matznetter: Was für KMU und EPU gilt, muss auch auf leistungslosen Vermögenszuwachs zutreffen

Ankurbelung der Wirtschaft durch steuerliche Entlastung ist allen Beteiligten jedenfalls klar

Wien (OTS) - "Eine ehrliche Steuerreform wäre, die zu entlasten, die es auch wirklich notwendig haben. Das kategorische Nein zu Erbschafts-und Schenkungssteuern sowie der Millionärsabgabe ist Ausdruck klientelpolitischer Interessen," kritisiert SPÖ-Wirtschaftssprecher und Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbands Österreich (SWV) Christoph Matznetter das präsentierte ÖVP-Steuerkonzept. "Dass der Faktor Arbeit eine derart hohe Belastung für Kleinst- und Kleinbetriebe sowie deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darstellt, während Vermögen so gut wie nicht besteuert wird, ist eine unerträgliche Situation, die am Rücken der arbeitenden Menschen in diesem Land ausgetragen wird. Es geht nicht darum, neue Steuern zu erfinden, sondern einen Ausgleich zu schaffen. Was für KMU und EPU seit Jahr und Tag gilt, muss auch auf leistungslosen Vermögenszuwachs zutreffen." ****

Eine Umverteilung der Steuerlast sowie Anreize für Betriebe muss für Matznetter die oberste Priorität sein, damit diese wieder investieren können, Arbeitsplätze schaffen und gleichzeitig wettbewerbsfähig bleiben können. Daher plädiert Matznetter auch für eine Steuerreform kombiniert mit einer Senkung der Lohnnebenkosten, die durch vermögensbezogene Steuern gegenfinanziert wird, die Betriebsvermögen nicht betreffen.

"Dass eine steuerliche Entlastung nötig ist, um die Kaufkraft zu stärken und heimische Wirtschaft anzukurbeln, ist allen Beteiligten jedenfalls klar", Matznetter verweist auf die Gemeinsamkeiten bei der Senkung des Eingangssteuersatzes und der Anpassung der Steuerstufen. "Die Erhöhung der verfügbaren Einkommen motiviert zu höheren Konsumausgaben, die wiederum Impulse für Produktion und Beschäftigung auslösen. Dieser Wirtschaftskreislauf könnte zu zweistelligen Wachstumsraten führen. Durch die gewonnen Einnahmen kann sich der Staat aus der gegenwärtigen Krise herausinvestieren, dazu bedarf es jedoch einer Steuerreform, damit ein positives Wirtschaftswachstum in Österreich entstehen kann", erklärt Matznetter und hofft auf konstruktive und schnelle Verhandlungen. (Schluss)

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