ÖGB-Anderl zu ÖVP-Steuermodell: GeringverdienerInnen bleiben auf der Strecke

Steuergutschrift würde Frauen und PensionistInnen entlasten

Wien (OTS/ÖGB) - "Während die Unternehmen laut ÖVP-Vorschlag etwa 2.000 Euro zusätzlich im Jahr bekommen würden, bleiben GeringverdienerInnen, das sind vor allem Frauen, auf der Strecke. Das ist unfair, und entlastet am falschen Platz, nämlich vor allem die SpitzenverdienerInnen", sagt ÖGB-Vizepräsidentin Renate Anderl zu dem heute vorgestellten Steuerkonzept der ÖVP. "Wenn den Menschen nicht mehr Geld bleibt, und ihre Kaufkraft durch ständige Preissteigerungen geschwächt wird, dann gibt es auch zu wenig Wachstum für die heimische Wirtschaft." Erleichterungen für Familien sollten durch Sachleistungen erfolgen, etwa in Form flächendeckender ganztägiger Kinderbetreuung oder gratis Schulmaterialien - davon würden alle ÖsterreicherInnen profitieren, fügt Anderl hinzu.

Die Lohnsteuer wird heuer zum ersten Mal in der Geschichte Österreichs die Einnahmen aus der Mehrwertsteuer überholen. "Die Steuerlast ist gerade für ArbeitnehmerInnen mit kleinen und mittleren Einkommen zu hoch. Unserer Ansicht nach muss eine Steuerreform zu einer nachhaltigen Umverteilung der Steuerlasten führen", sagt Anderl. Sie gibt zu bedenken, dass eine Erhöhung der Negativsteuer vor allem für Frauen, die wenig verdienen, weil sie teilzeitbeschäftigt sind, dringend notwendig ist. "Auch die Einführung der Negativsteuer für PensionistInnen ist ein wirksames Instrument, um Altersarmut - von der Frauen überproportional betroffen sind - zu bekämpfen."

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