NEOS: Arbeitende Personen in Alterspension nicht abschrecken

NEOS-Loacker: "Wir wollen Menschen ermutigen, sich weiter im Erwerbsleben zu betätigen"

Wien (OTS) - Personen, die bereits eine Alterspension beziehen und nebenbei arbeiten, müssen trotzdem Pensionsversicherungsbeiträge zahlen. "Die daraus resultierende Erhöhung der Pension in den Folgejahren ist im Verhältnis reine Augenwischerei und wohl eher eine Trostpflaster für die Betroffenen", betont NEOS-Sozialsprecher Gerald Loacker. Immerhin sind davon mehr 67.000 Menschen betroffen, die Zahlen steigen weiter. Ein Beispiel zeigt weshalb: Eine 62-jährige Pensionistin mit einer Alterspension von jährlich 16.800 Euro verdient sich 9.800 Euro dazu. Dafür müssen 2.234,40 Euro Beiträge in die Pensionsversicherung abgeführt werden, wovon ihr Dienstnehmeranteil 1.004,50 Euro beträgt. Die Pension ist dadurch im folgenden Jahr jedoch lediglich um 97,72 Euro höher. "Kein Wunder, dass viele dieser Personen stattdessen in die Schwarzarbeit wandern -und genau das sollte unbedingt vermieden werden"; so Loacker.

Und weiter: "Wenn Personen, die bereits eine Pension beziehen und sich etwas dazuverdienen, trotzdem Pensionsversicherungsbeiträge zahlen, kann man das wirklich nur noch als "staatlich legitimierte Abzocke" bezeichnen, wie Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl richtig gesagt hat. Wir wollen die Menschen dazu ermutigen, sich weiter im Erwerbsleben zu betätigen und sie nicht abschrecken und über den Tisch ziehen." Sozialminister Rudolf Hundstorfer hat mit seinem Hinweis, dass der Sozialversicherung dadurch 130 Mio. Euro entgingen, sogar indirekt zugegeben, dass es rein um ein Abkassieren und nicht um den Versicherungsschutz geht."

Langfristig gesehen sei eine Flexibilisierung des Pensions-Eintrittsalters der richtige Weg. Damit würden Zuverdienstregelungen und Teilpensionen überflüssig, die Menschen könnten ihren Pensionseintritt und die zeitliche Staffelung der ausgezahlten Teilbeträge selbst festlegen. "Das Totschlagargument des Ministers, dass dies zu Verdrängungseffekten am Arbeitsmarkt führen würde, ist unrichtig, denn es handelt sich zumeist um Tätigkeiten, die ansonsten nicht wahrgenommen werden. Außerdem ist diese Denkweise eine grundsätzlich falsche Herangehensweise: Wir brauchen das Know-How und die Erfahrung von älteren Menschen auf dem Arbeitsmarkt, und wir wollen als moderne Gesellschaft niemanden zwangsweise aus dem Erwerbsleben ausschließen", schließt Loacker.

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