Stronach/Dietrich: Staatliche Pflegeversicherung zur langfristigen Sicherung des Systems unumgänglich

Erschwerter Zugang zu den Pflegestufen eins und zwei ist der falsche Weg

Wien (OTS) - "Es steht außer Zweifel, dass das Pflegegeld eine der größten Errungenschaften ist. Es ist wichtig für die Pflegebedürftigen, dass ihnen Selbstbestimmung bleibt, damit sie selbst handeln können", erklärte Team Stronach Sozialsprecherin Waltraud Dietrich in ihrem Debattenbeitrag. Kritik übte sie an dem erschwerten Zugang zu den Pflegestufen eins und zwei. Zur langfristigen Sicherung des Systems forderte Dietrich die Einführung einer staatlichen Pflegeversicherung damit auch klar definiert und transparent sei, wofür das Geld verwendet wird.

Seit der Einführung im Jahr 1993 gab es beim Pflegegeld allerdings 33 Prozent Wertverlust, kritisierte Dietrich. Auch der Pflegefonds sei keine Verbesserung, "weil Pflegebedürftige wenig selbst bestimmen können und kleine Gemeinden stark belastet werden". Als den "falschen Weg" bezeichnete Dietrich den erschwerten Zugang zu den Pflegestufen eins und zwei: "Die Investition in die Stufen eins und zwei ist wichtig. Wenn die ordnungsgemäße Versorgung Pflegebedürftiger nicht gegeben ist, werden sie rascher in höhere Stufen kommen - das macht das System teurer", warnte die Team Stronach Sozialsprecherin.

"Wir müssen deshalb dafür sorgen, dass die Menschen möglichst lang in den beiden untersten Stufen bleiben", so Dietrich. Sie warnte auch davor, dass bei etwa 22 Euro pro Stunde für Pflege diese besonders für Ausgleichszulagenbezieher ohne finanzielle Unterstützung nicht leistbar sei. Die staatliche Pflegeversicherung ist laut Dietrich daher unumgänglich.

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