Sonntagsöffnung darf nicht gegen den Willen Betroffener durchgesetzt werden

Sonntagsöffnung darf nicht gegen den Willen Betroffener durchgesetzt werden. Die Wirtschaftskammer kann doch nicht ernsthaft 94% der betroffenen Handelsangestellten ignorieren!

Wien (OTS) - Seit einigen Wochen wird wieder einmal über die Sonntagsöffnung im Handel diskutiert. Vor kurzem wurde dazu eine Umfrage bei den betroffenen Handelsangestellten gemacht. Das Ergebnis war mehr als klar: über 94% der Befragten haben sich gegen eine Sonntagsöffnung ausgesprochen.

Nur 10% der Handelstreibenden haben sich für eine Sonntagsöffnung ausgesprochen

Nun hat die Wirtschaftskammer WKO ihre Mitglieder der Sparte Handel zu ihren Wünschen befragt. Nur 16% haben an der Abstimmung teilgenommen. Von diesen wenigen abgegebenen Stimmen war die Mehrheit für die Sonntagsöffnung. Wenn man allerdings die Rechnung richtig betrachtet, haben sich nur 10% der wahlberechtigten Gewerbetreibenden für eine Sonntagsöffnung ausgesprochen. Trotz dieser verschwindend kleinen Zustimmung pocht die WKO auf Freigabe der Sonntage.

Familienfeindliche Öffnungszeiten die nur wenigen Firmen nutzen, müssen verhindert werden

Die Handelsangestellten müssen schon jetzt extreme Flexibilität für die von den Unternehmern geforderten Arbeitszeiten aufbringen. Es ist einfach ein Unsinn ihnen auch noch den einzigen freien Familientag zu nehmen. Dazu Roman Umschweif vom Konsumentenschutz Verband Österreich: "Die Verbraucher geben das Geld, welches sie zur Verfügung habe auch von Montag-Freitag aus, insgesamt kann nicht mehr Umsatz generiert werden. Es würde nur eine Umsatzverschiebung zu Gunsten einiger privilegierter Geschäftszonen entstehen. Sozialpolitisch ist die Sonntagsarbeit extrem Familienfeindlich und sollte nicht noch in mehr Bereichen zugelassen werden."

Daher fordert der Konsumentenschutz Verband Österreich die Beibehaltung der Sonntagsöffungsverbote im Handel zum Wohle der Familien in Österreich.

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Pressestelle des Konsumentenschutz Verbandes Österreich
Lukas Bichl, Präsident
lukas.bichl@konsumentenschutz.email
www.meinkonsumentenschutz.at

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