Johann/Grüne: "HCB-Untersuchungsausschuss braucht Fakten, nicht Polemik!"

Umfassendste Umweltuntersuchung Österreichs im Laufen

Klagenfurt (OTS) - "Der HCB-Untersuchungsausschuss braucht Fakten und nicht billige parteipolitische Polemik", nimmt der Grüne-LAbg. Michael Johann zu dem von der Kärntner Landesregierung beschlossenen Maßnahmenplan Stellung. "Ich halte es für absolut unfair, wenn die FPÖ dem Vorsitzenden nur sechs Tage nach seiner Bestellung Untätigkeit vorwirft."

"In Kärnten läuft derzeit wohl die umfangreichste Umweltuntersuchung Österreichs", verweist Johann auf den von der Kärntner Landesregierung beschlossenen Maßnahmenplan. "Tausende Proben von Lebensmitteln, Milch, Futtermitteln, Fichtennadeln, Böden und auch Blutuntersuchungen werden ein umfassendes Bild liefern, wie es mit der Belastung durch HCB aber auch durch andere Chemikalien im Görtschitztal aussieht. Vermutlich wurde noch nie ein ganzes Tal in Österreich so genau untersucht."

"Die Ergebnisse der Analysen sind die wichtigste Voraussetzung dafür, um den Skandal um die nicht sachgerechte Verarbeitung von HCB-kontaminiertem Blaukalk in Wietersdorf richtig einschätzen zu können. Sie stellen daher auch für die Arbeit des HCB-Untersuchungsausschusses eine wichtige Grundlage dar. FP-Klubobmann Leyroutz wird sich gedulden müssen, bis die Faktenlage geklärt ist, bevor der Untersuchungsausschuss wirksam arbeiten kann", erklärt Johann und sagt weiter: "Parteipolitisch gefärbtes Halbwissen hilft weder der Bevölkerung noch der Aufklärung der Umstände, die zur HCB-Belastung des Görtschitztales geführt haben."

Johann fordert aber auch die anderen Parteien auf, die Interessen Kärntens im Auge zu behalten: "So schwierig die Lage auch ist, so sollte sie durch unbedachte Äußerungen nicht weiter verkompliziert werden. Wenn Ungarn nun vor Österreichischer Milch warnt, ist das völlig unbegründet und überzogen. Hier müssen wir gemeinsam zur Beruhigung der Lage beitragen und kommunizieren, dass die Produkte aus dem Görtschitztal derzeit als Vorsorgemaßnahme nicht in den Handel gelangen dürfen, aber Produkte aus anderen Teilen Kärntens unbedenklich sind!"

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