Hypo - Stronach/Lugar/Vetter: Hypo Entscheidungen waren ohne Strategie und unprofessionell

Bürgervertreter hätte sich auf die Notverstaatlichung niemals eingelassen

Wien (OTS) - "Der Griss-Bericht ist in einer verständlichen Sprache geschrieben, hat eine klare Gliederung, eine gute englische Zusammenfassung des Kurzteiles und einen treffenden Inhalt", betonte Team Stronach Mandatar Georg Vetter in seinem Debattenbeitrag zur Hypo. Das Hypo-Debakel wird kein Einzelfall bleiben", warnte Team Stronach Finanzsprecher Robert Lugar. Jedoch sei dieses kein Fall von Dummheit, wie der Griss-Bericht nahelegt, sondern viel mehr ein systemischer Fall von Korruption. "Hier wurden Einzelne geschützt zum Schaden des Bürgers.", ist sich Lugar sicher.

Vetter weiter: "Der Griss-Bericht in dieser Kombination hat Seltenheitswert und ist gut gemacht, allerdings fehlen bei genauer Betrachtungsweise wichtige Hinweise und Fakten." Konkret sprach Vetter dabei vom Anteilskauf 2009 von der sogenannten Notverstaatlichung. Es sei immer offensichtlicher, dass die BayernLB die Republik Österreich bei der Hypo-Verstaatlichung regelrecht abgezockt hat und eine Doppelstrategie verfolgt hat - die Insolvenzdrohung auf der einen Seite und das Befeuern der EZB-Warnungen auf der anderen Seite!

"Die österreichische Seite ist auf den Insolvenzbluff der bayrischen Seite hereingefallen!", so Vetter und stellte die Frage, warum es den Mitgliedern der Verhandlungsteams, nie seltsam vorgekommen sei, dass die Bayern vor ihnen mit der Insolvenz drohen und von hinten die Telefonanrufe kommen, ja keine Insolvenz? Vetter weiter: "Sie haben sich selbst in diese Situation gebracht, indem Sie nicht die richtigen Berater hinzugezogen haben und nicht die richtige Strategie angewandt haben. Jetzt mit einer Irrtumsanfechtung das Weite zu suchen, wo Ihnen das Gegenüber gesagt hat die Sache ist pleite, wo Sie beraten waren von der FMA, von der OENB - das scheint mir ein ähnliches Professionalitätsniveau zu haben wie jene Strategie die Sie dort bereits verfolgt haben."

Lugar sieht das Problem der Regierungsparteien darin, dass sie aus Parteienvertretern, nicht jedoch aus Bürgervertretern bestehe. "Ein Bürgervertreter hätte sich auf die Notverstaatlichung niemals eingelassen - ein Parteienvertreter macht so etwas." Der Grund liege, so Lugar, ganz einfach darin, dass sich ein Parteienvertreter für die Partei und all jene im Hintergrund mitverantwortlich zeigt, wie für Raiffeisen, wie für den "Onkel Erwin aus Niederösterreich" und die Gewerkschaften. "Solange man den Bürger nicht aufwertet, werden Hypo-Skandale am laufenden Band passieren", warnte Lugar.

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