AK Wien Pendlertag: Öffis fit machen für die wachsende Ostregion

Mehr Park&Ride und mehr S-Bahn, um Umstieg auf Öffis zu erleichtern

Wien (OTS) - Über 200.000 Menschen pendeln täglich nach Wien zur Arbeit, weitere 65.000 fahren täglich aus Wien ins Umland. Seit Jahren steigen die Pendlerzahlen. Wien und die Ostregion wachsen weiter und brauchen deshalb gut ausgebaute Bus- und Bahn-Verbindungen, um die Fahrt zur Arbeit leichter zu machen. "Derzeit pendelt etwa jeder Dritte mit Bus oder Bahn. "Um die Öffis fit zu machen für die wachsende Ostregion brauchen wir attraktive, schnelle und bequeme Verbindungen zu weiterhin kostengünstigen Preisen", sagt AK Präsident Rudi Kaske anlässlich des AK Wien-Pendlertags. "Die S-Bahnen müssen stärker genutzt werden: Über die Stadtgrenzen hinaus, aber auch innerhalb von Wien. Und es braucht auch viel mehr Park&Ride-Plätze im Umland von Wien, damit es den Menschen leicht gemacht wird, von zu Hause zum Bahnhof und zurückzukommen."

Die Stadt Wien macht vor, wie ein gutes Öffi-Angebot die preiswerte und umweltschonende Alternative zur täglichen Autofahrt zur Arbeit sein kann. 70 Prozent der Wege erledigen die WienerInnen mit Bus, Bim oder S- oder U-Bahn. Im Umland dagegen, wo das Öffi-Netz dünnmaschiger ist, sind es nur 30 Prozent. "Dabei können Busse und Bahnen eine gute und preiswerte Alternative zum Auto, zum Parkplatzstress und zum Stau sein", sagt Kaske. Ganz wichtig sind viel mehr Park&Ride Plätze im Umland von Wien. "Eine Studie der AK zur Mobilität am Land zeigt: 90 Prozent der PendlerInnen leben im Umkreis von 9 Kilometern eines Bahnhofs. Aber für viele ist genau dieser Weg von Zuhause zum Bahnhof das Problem." Um mehr Verbindungen zwischen Wien und dem Umland aber auch innerhalb Wiens zu schaffen, setzt die AK verstärkt auf den Ausbau der S-Bahn. Hier liegen nach Ansicht der AK auch noch Möglichkeiten zum Ausbau des Verkehrs in Wien, die bisher nicht genutzt werden.

+ Es braucht weitere Investitionen in die Schieneninfrastruktur in der Ostregion, etwa in den Ausbau der Südbahn, um mehr Pendlerzüge unterzubringen.

+ Der S-Bahnverkehr über die Stadtgrenzen hinaus muss verbessert werden. Die Möglichkeiten des innerstädtischen Schienennetzes müssen für neue S-Bahn-Strecken als Ergänzung zum U-Bahnnetz genutzt werden.

+ Ein 15-Minuten Mindesttakt im Schnellbahnnetz muss realisiert werden.

+ Die (S45) fährt schon im 10-Minuten-Takt. Sie wird so gut angenommen, dass hier eine weitere Taktverdichtung kommen sollte.

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