Reimon: Junckers 315-Mrd.-Investitionsprogramm hoch radioaktiv

Massive Förderung der EU-Atomenergie unannehmbar, magere Projektliste aus Österreich

Wien (OTS) - "Die heute beim EU-Rat für Wirtschaft und Finanzen (ECOFIN) diskutierte Projektliste für das 315-Mrd.-Investitionspaket von Kommissionspräsident Juncker ist aus österreichischer Sicht unerfreulich, die Regierung hat lediglich eine Handvoll ohnehin geplanter öffentlicher Projekte zusammenkopiert, außerdem soll ein großer Teil der Investitionen erst ab 2018 stattfinden", kritisiert Michel Reimon, EU-Abgeordneter der Grünen.

"Für die nächsten drei Jahre beträgt die Investitionssumme in Österreich gerade einmal 9,6 Mrd. Euro, allein Polen will für den Ausbau seiner Nuklearenergie 12 Mrd. Euro", sagt Reimon. Großbritannien hat gar 62 Mrd. Euro für sein Atomprogramm eingereicht.

"Die massive Förderung der Atomkraft, die in dem ganzen Papier durchschlägt, ist unannehmbar. Erste Berechnungen von Global 2000 zeigen, dass die Förderung dieser veralteten Risikotechnologie, die ohne öffentliches Geld nicht mehr konkurrenzfähig wäre, einen wesentlichen Anteil des gesamten Investitionspakets ausmachen würde. Ein derartiges Paket muss die österreichische Bundesregierung ablehnen", hält Reimon fest.

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