- 08.12.2014, 19:48:47
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HCB im Görtschitztal 21: Information für Menschen im Görtschitztal ist das oberste Gebot
Die mit ihren Referaten betroffenen Regierungsmitglieder des Landes Kärnten berichten aus ihren Bereichen. Umweltbundesamt attestiert Kärnten sorgsame Arbeit
Utl.: Die mit ihren Referaten betroffenen Regierungsmitglieder des
Landes Kärnten berichten aus ihren Bereichen. Umweltbundesamt
attestiert Kärnten sorgsame Arbeit =
Klagenfurt (OTS) - Bei der Info-Veranstaltung in der Landesregierung
heute, Montag, abend mit Gemeindevertretern aus dem Görtschitztal und
Sozialpartnern erklärte Landesrat Christian Benger, gleich nach dem
Bekanntwerden erhöhter HCB-Werte die betroffenen Landwirte informiert
zu haben. "Mittlerweile ist eine umfassende Analyse aller betroffenen
Bereiche im Gange. Gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer richtete
der Agrarreferent eine Futtermittelbörse ein, um das belastete Futter
rasch austauschen zu können. "Ein Futtermittelkoordinator sorgt für
die Beratung vor Ort und für einen geregelten Ablauf", so Benger.
Genaue Ergebnisse der Futtermittelproben liegen kommende Woche (bis
spätestens 18. Dezember) vor.
Umweltlandesrat Rolf Holub versicherte, sofort nach Bekanntwerden des
Vorfalles die Verbrennung von Blaukalk im Zementwerk W&P untersagt zu
haben. "Wir prüfen alles, eine Sonderumweltkommission dreht alles um.
Wir gehen nach dem Ausschlussprinzip vor. Wir arbeiten völlig
transparent und stellen alle gesicherten Informationen auf die
Homepage www.ktn.gv.at", sagte Holub. Überprüfungsdaten würden
stündlich übermittelt werden, so Holub.
Jagdreferent LR Christian Ragger gab zu bedenken, dass sowohl die
Menschen als auch die Tiere betroffen seien. Vergangene Woche wurden
in einem Stück Rotwild erhöhte HCB-Werte festgestellt. Gemeinsam mit
Landesjägermeister Ferdinand Gorton werden weitere Überprüfungen in
den Bezirken St. Veit, Feldkirchen und Völkermarkt angestrebt. Am
Donnerstag plant Ragger in Eberstein eine Infoveranstaltung für
Jäger.
"Die Lebensmitteluntersuchungen laufen, auf Grund der umfassenden
Analysen gibt es derzeit noch nicht alle Daten", sagte
Gesundheitsreferentin LHStv. Beate Prettner. Nun sei es wichtig die
Menschen mit den vorhandenen gesicherten Informationen zu versorgen.
Die umfassende Information sei wichtig, um vor möglichen Folgeschäden
zu schützen und einen Vorfall in Zukunft zu vermeiden. Zudem wurde
eine Infohotline eingerichtet (050 / 536 - 15121). Ab Mitte der Woche
wird in den betroffenen Gemeinden die Möglichkeit geschaffen, auf
ausdrücklichen Wunsch der Menschen vor Ort, das Blut auf HCB
untersuchen zu lassen. "Neben dem Gesundheitsministerium wurden
sowohl die Med-Uni Wien als auch das Umweltministerium zu Rate
gezogen, die die Kärntner Landesregierung bereits unterstützen", so
Prettner.
"Wir haben einen Strukturplan erarbeitet, um effektiv herauszufinden,
welche möglichen Belastungen es auf die Natur und die Menschen gibt",
erklärte Karl Kienzl vom Bundesumweltamt. Laut Kienzl kommt HCB
überall auf der Welt vor und kann nachgewiesen werden, Hinweise auf
eine Gesundheitsgefährdung gibt es derzeit nicht. Die HCB-Werte aus
dem Görtschitztal werden nun mit Werten aus anderen Regionen
verglichen, um zu eruieren, inwieweit es Erhöhungen gibt. "Mögliche
Risiken werden derzeit untersucht. Soweit wir sehen, wird hier von
der Landesregierung sorgsam gearbeitet, alles wird sehr gut
aufbereitet", so Kienzl.
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