Weidenholzer: Sterben vor den Toren Europas muss ein Ende nehmen!

Menschenrechtssprecher der europäischen Sozialdemokraten (S&D) verlangt dringend notwendige Such- und Rettungsmaßnahmen

Wien (OTS/SK) - Vor der italienischen Insel Lampedusa sind in der Nacht auf heute wieder 18 Flüchtlinge gestorben. SPÖ-Europaabgeordneter Josef Weidenholzer, Menschenrechtssprecher der europäischen Sozialdemokraten (S&D) im EU-Parlament, ruft zu einem dringenden Politikwechsel auf: "Das Sterben vor den Toren Europas muss ein Ende nehmen. Wir dürfen uns an den Tod von Flüchtlingen nicht gewöhnen, sondern müssen alles dafür tun, Hilfsbedürftigen zu helfen. Such- und Rettungsmaßnahmen sind dringend zu verstärken." Weidenholzer erwartet sich vom derzeit in Brüssel stattfindenden Rat für Justiz und Inneres ein Maßnahmenpaket. ****

Begrüßenswert ist für den SPÖ-Europapolitiker die in Österreich geschaffene Initiative "save lives". Weidenholzer am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst: "Grundgedanke von 'save lives' ist jener, dass Flüchtlinge direkt in den Drittstaaten Asylanträge stellen können." Die österreichische Initiative in Kooperation mit UNHCR, die eine politische Lösung greifbar macht, wurde gestern von Innenministerin Mikl-Leitner im Europäischen Parlament präsentiert. Es geht darum, dass direkt vor Ort Asylanträge gestellt werden können, "damit die Menschen gar nicht mehr gezwungen werden, zur Flucht den gefährlichen Weg über das Mittelmeer zu nehmen". Für Weidenholzer eine längst überfällige Maßnahme. Langfristig geht es darum, weg vom nicht funktionierenden Dublin-System hin zu einer fairen Aufteilung der Flüchtlinge in Europa zu kommen. (Schluss) bj

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