8. Dezember: Kirche fordert "Ruhezone" durch Feiertags-Einhaltung

Schönborn: Marienfeiertag soll eigentlichen Charakter wieder erhalten - Billa: Feiertagsruhe ist Dank gegenüber Mitarbeiten -Katholische Aktion regt zu Aktionen in den Pfarren an

Wien, 05.12.14 (KAP) Eine Petition zum Schutz des 8. Dezembers hat Kardinal Christoph Schönborn unterzeichnet. Es sei wichtig, "dem Marienfeiertag seinen eigentlichen Charakter wiederzugeben und ein deutliches Zeichen für die gemeinsamen Ruhezonen in unserer Gesellschaft zu setzen", erklärte der Wiener Erzbischof am Donnerstag seine Unterstützung der 2009 ins Leben gerufenen Initiative der Handelskette Billa, die an dem diesmal auf einen Montag fallenden Feiertag österreichweit ihre Filialen geschlossen hält.

Zahlreiche kirchliche Akteure plädieren auch heuer wieder auf verschiedene Weise für den Schutz des Feiertages im Advent und die Wiederentdeckung des Marienfestes ausgesprochen. Zum Nachdenken und zu einem "Verschnaufen vom Kaufen" regt die Katholische Aktion (KA) Wien an, u.a. durch die Verteilung von Geschenksackerln und Kärtchen: Die Menschen sollten am 8. Dezember bewusst auf Konsumangebote verzichten und den Feiertag wieder zum Tag der Erholung, der sozialen Kontakte und der Familie machen.

Speziell an Pfarren gerichtet ist die Aktion "08.12 statt 08/15", mit der die Katholische Aktion heuer wieder zum "Verschnaufen vom Kaufen" einlädt. Bereitgestellt werden dafür Materialien für Verteilaktionen, mit denen in Pfarren zu Adventbeginn Menschen angesprochen und auch zu den religiösen Veranstaltungen an diesem Tag eingeladen werden können.

Der 8. Dezember wurde 1647 als Feiertag in Österreich eingeführt, unter dem NS-Regime im 2. Weltkrieg abgeschafft und 1955 auf Tiroler Initiative und mittels Volksentscheid wieder als gesetzlicher Feiertag eingerichtet.

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