Bundesminister Ostermayer: Ironimus konnte eine komplexe Welt mit ein paar Strichen widerspiegeln

"Gustav Peichl, Ironimus: Das Wunder Österreich - Geschichten und Karikaturen aus 60 Jahren" - Buchpräsentation

Wien (OTS) - "Was kann Karikatur? Es geht um schwarze Striche auf weißem Papier. Aber ist Karikatur in der Lage, eine komplexe Welt, die auch viele Grautöne hat, widerzuspiegeln? Ich denke, Gustav Peichl hat das geschafft", sagte Bundesminister Josef Ostermayer heute, Freitag, anlässlich der Präsentation des Buches "Gustav Peichl, Ironimus: Das Wunder Österreich - Geschichten und Karikaturen aus 60 Jahren" im Kongresssaal im Bundeskanzleramt.

Rainer Nowak, Chefredakteur bei "Die Presse", brachte in seiner Laudatio die Wichtigkeit von Ironimus' Werken auf den Punkt: "Er hat uns Innenpolitik-Journalisten eigentlich überflüssig gemacht. Wenn man seine gezeichneten Bilder betrachtet, versteht man die Geschichte dazu." Man könne dieses Buch mit politisch-humoristischen Karikaturen aus den letzten Jahrzehnten durchblättern und wüsste, "was in diesem Land los war". Peichl habe jedoch nicht nur in Österreich, sondern auch international für Aufsehen gesorgt.

Christian Brandstätter, Verleger des präsentierten Buches, bezeichnete Peichl als "längst dienenden Karikaturisten der Welt", der "mit spitzer Feder ein absurdes, manchmal absonderliches Österreich aufgespießt hat". Das Buch umfasse volle 60 Jahre seiner Arbeit und sei gleichzeitig der Abschied Peichls alias Ironimus. "Wir werden diesen schelmischen und schlitzohrigen Röntgenaugen nachtrauen", so Brandstätter.

In seinen Schlussworten bezeichnete sich Gustav Peichl als "Lustgewinnler", der beim Zeichnen immer Freude verspürt hätte. "Karikatur kann nie die Wahrheit wiedergeben, sie kann nur wahrhaftig sein", so Peichl. Er habe im Laufe der Jahre viele Leserbriefe erhalten, oft mit Lob, aber auch mit Tadel. Er selbst habe sich stets um Objektivität bemüht. Abschließend bedankte er sich bei all seinen Wegbegleitern und seiner Familie für die Unterstützung: "Ich danke für die Treue und sage jetzt Adieu."

Der in Wien geborene Architekt und Autor Gustav Peichl arbeitete seit 1954 als Karikaturist unter dem Pseudonym Ironimus, unter anderem für "Die Presse", die "Süddeutsche Zeitung" und den ORF. Ironimus' Werke sind im Karikaturmuseum in Krems an der Donau vertreten und auch künftig in Ausstellungen zu sehen.

Bilder von dieser Veranstaltung sind über das Fotoservice des Bundespressedienstes http://fotoservice.bundeskanzleramt.at kostenfrei abrufbar.

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