Zum heutigen Krampus: "Goldene Rute" für aktuellen "Drei"-Werbespot

Netzwerk Kinderrechte fordert nationalen Schulterschluss von Medien und Werbebranche für Sensibilisierung zu Kinderrechten

Wien (OTS) - Anlässlich des heutigen Krampus-Tages verleiht das Netzwerk Kinderrechte Österreich erstmalig die sogenannte "Goldene Rute", einen "Preis für eine Werbemaßnahme, die jegliche Sensibilität für Kinderrechte vermissen lässt". Die "Goldene Rute 2014" geht an den aktuellen Fernseh-Werbespot von Drei, der mit folgendem Text verbunden ist: "Manche Geschenke haben Ihren Preis. Das beginnt schon in der Kindheit, wenn zu Weihnachten der Geldschein von der Oma liebevoll aber hartnäckig mit einem dicken Schmatzer und einer superlangen Umarmung überreicht wird. Oder das Geschenk vom Onkel immer mit einem Haare-Wuschler und Wangen-Knuffler verbunden ist."

Dazu das Netzwerk Kinderrechte mit seinen 42 Mitgliedsorganisationen:
"Schon im Kindergarten zeigen wir Kindern in Präventionsprogrammen, dass sie "Nein" sagen sollen zu Berührungen, die sie nicht wollen. Kein Kind muss sich abschmatzen oder drücken lassen, für keinen Preis der Welt! Dieser Werbespot vermittelt leider genau das Gegenteil. Für Kinder und Jugendliche darf es keine Rute geben, weder heute am Krampustag, noch an irgendeinem anderen Tag des Jahres. Dafür verleihen wir die "Goldene Rute"."

Wenige Tage nach dem 25-Jahr-Jubiläum der UN-Kinderrechtskonvention, das dieses Jahr auch mit 25 Jahren Verbot von Gewalt in der Erziehung in Österreich einhergeht, startet das Netzwerk Kinderrechte einen Aufruf an alle großen Unternehmen, Medien und Werbeagenturen, eine noch nie dagewesene Kampagne zu Kinderrechten und speziell zum Recht auf Schutz vor Gewalt zu lancieren. "Die besten Werbeköpfe des Landes sollen sich überlegen, wie auf so vielen Produkten wie möglich, die Erwachsene und Kinder tagtäglich in der Hand haben oder sehen, Textblöcke/Zeichnungen platziert werden, die eine klare Anti-Gewalt-Sprache sprechen. Im Vorbildland Schweden hat das auch gewirkt."

"Medien haben in der Bewusstseinsbildung zu Kinderrechten eine riesige Verantwortung. Wir wissen aus aktuellen Studien oder Diskussionen nun zu genüge, dass die klare "Keine Gewalt an Kindern"-Botschaft nicht bei allen Erwachsenen angekommen ist. Das muss sich ändern. Wir stehen zur Verfügung und fordern einen nationalen Schulterschluss von Medien und Werbebranche zur Sensibilisierung zu Kinderrechten" heißt es abschließend aus dem Netzwerk Kinderrechte Österreich.

Rückfragen & Kontakt:

Elisabeth Schaffelhofer-Garcia Marquez
Mobil: 0676/88011-1016
elisabeth.schaffelhofer@kinderhabenrechte.at
www.kinderhabenrechte.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NKR0001