Blumenbranche zeigt sich entsetzt über Mehrwertsteuer-Diskussion

Gärtner und Floristen sprechen sich entschieden gegen eine Anhebung der Mehrwertsteuer auf Blumen aus - Signal in die völlig falsche Richtung

Wien (OTS/PWK879) - Wie das Beispiel Spaniens - und mittlerweile auch Frankreichs - zeigt, führt eine Verdoppelung der Mehrwertsteuer auf Blumen und Pflanzen zu dramatischen Absatzeinbrüchen. WKÖ-Bundesinnungsmeister Hajek: "Letztendlich hatte Spanien weniger Steuereinnahmen aus dem Blumensektor als vor der Änderung. Ähnliches wird aus Frankreich berichtet. Spanien hat inzwischen reagiert und die Steuererhöhung auf Blumen wieder rückgängig gemacht." Für eine Vielzahl spanischer Gärtner und Floristen sei das zu spät gekommen. Sie hatten ihre Tore bereits für immer schließen müssen.

"Die meisten unserer Gärtner und Floristen sind Klein- und Kleinstunternehmer", so Bundesinnungsmeister Hajek, "sie würden derartige Einbrüche auch nicht überleben."

Die zu erwartenden massiven Umsatzeinbußen führen letztendlich nicht nur zu einem deutlich verminderten Steueraufkommen, sondern -bedingt durch Firmenschließungen - auch zu einem massiven Verlust an Arbeitsplätzen. Im Endeffekt würde die Maßnahme nicht mit staatlichen Mehreinnahmen zu Buche schlagen, sondern mit Mehrausgaben im Bereich der Arbeitsmarktförderung.
Hajek appelliert an alle Entscheidungsträger, sich die ganze volkswirtschaftliche Tragweite einer derartigen Erhöhung bewusst zu machen und keine Schritte zu setzen, deren fiskalischer Nutzen fraglich, für die Gärtner und Floristen jedoch sowie für deren Arbeitnehmer eine Katastrophe ist. (KR)

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