FP-Kowarik zu Prämien: Stadtrechnungshof dokumentiert unglaublichen Privilegienstadl bei Wien Holding

Wien Holding - Geschäftsführung ist rücktrittsreif

Wien (OTS/fpd) - Auf Ersuchen des Wiener FPÖ-Gemeinderates Mag. Dietbert Kowarik hat der Wiener Stadtrechnungshof die Prämienzahlungen im Wien Holding-Konzern von 2008-2013 einer Prüfung unterzogen. Dem Prüfersuchen waren Medienberichte zu undurchsichtigen Zahlungen im Konzern der Wien Holding vorangegangen. Nunmehr liegt der Bericht, der nächste Woche im Stadtrechnungshofausschuss verhandelt wird, vor.

"Schon die Übermittlung der Unterlagen an den Rechnungshof veranlasst diesen zur Kritik. Der Bericht dokumentiert weiters seitenlang unglaubliche Vorgänge rund um die Gewährung von Prämienzahlung:
Prämien wurden nicht entsprechend verbucht, ein fehlender Dienstvertrag, Vereinbarungen ohne Datumsangaben, fehlende Transparenz und Durchgängigkeit des Prämiensystems, fehlende zeitgerechte Genehmigungen der Zielvereinbarungen bzw. überhaupt fehlende Zielvereinbarungen, keine Berücksichtigung der wirtschaftlichen Situation bei Prämienzahlungen, laufend fehlende Messbarkeit der Zielerreichungen, nicht nachvollziehbare Doppelprämienzahlungen, laufend mangelhafte Qualität der Messgrößen der Zielvereinbarungen, mangelnde Evaluierung der Zielerfüllungen, fehlende Dokumentationen, wiederholte vorzeitige Auszahlungen der Prämien -teils ohne Evaluierung der Zielvereinbarungen, nicht nachvollziehbare Berechnungen der Prämien, trotz nicht Erreichbarkeit einer Zielvorgabe volle Auszahlung der Prämie, lächerliche Zielvorgaben, die einer Tätigkeitsbeschreibung glichen, falsche erhöhte Prämienzahlungen, normale Tätigkeiten einer Geschäftsführung als Prämienziele, Auszahlungen trotz fehlender Unterlagen, Zielerreichungsprotokolle vor Ende der Tätigkeit,... Die Auflistung erhält keinen Anspruch auf Vollständigkeit! Etliche konkrete Dokumentationen im Bericht sind haarsträubend", kommentiert der Vorsitzende des Stadtrechnungshofausschusses Gemeinderat Mag. Dietbert Kowarik den 74 Seiten umfassenden Bericht.

"Es wundert nicht, dass bei der Holding rd. 95% der Mitarbeiter mit Zielvereinbarungen diese zu 100% erreichen und die Zielerreichungsquote der Geschäftsführung jedes Jahr 100% betrug. Der Bericht offenbart eine skandalöse, skrupellose Selbstbedienungsmentalität. Diesem Skandal müssen Konsequenzen folgen", so Mag. Kowarik, der abschließend zum wiederholten Male bessere Kontrollmöglichkeiten der Gemeinderäte bei ausgelagerten Unternehmen der Stadt Wien vehement einfordert. (Schluss) hn

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