Preiner: Müssen Bio-Landwirtshaft fördern, nicht behindern

Aktuelle Vorlage der EU-Bio-Verordnung nicht zufriedenstellend

Wien (OTS/SK) - "Es ist durchaus zu begrüßen, wenn die Europäische Kommission eine Bio-Verordnung vorschlägt und fairen Wettbewerb für LandwirtInnen gewährleisten, ökologische und biologische Produktion erleichtern und mit einer besseren Kennzeichnung von Produkten das Vertrauen von KonsumentInnen stärken will. Die aktuelle Vorlage ist jedoch nicht zufriedenstellend", kritisierte SPÖ-Landwirtschaftssprecher Erwin Preiner heute, Donnerstag, im EU-Unterausschuss des Nationalrats in der Diskussion um eine Bio-Verordnung. "Die Maßnahmen, die wir EU-weit setzen, sollen die Bio-Landwirtschaft fördern, nicht behindern. Dazu gehört auch, die strenge Kontrolle von Produkten nicht auszulagern, sondern in der Verordnung festzuschreiben, damit diese für alle Länder gilt." ****

Biolandwirtschaft wurde in den vergangen Jahren stark ausgebaut, die Anbauflächen haben sich zwischen 2006 und 2011 EU-weit um 38 Prozent vergrößert. Nun sollen Verfahren zur Produktionskontrolle und Produktkennzeichnung an diese Entwicklung angepasst werden und Betrug bei der Vermarktung verhindern. Die aktuelle Fassung der Bio-Verordnung weist jedoch einige Mängel auf.

"Bei den Produktionsvorschriften brauchen wir mehr Spielraum für die unterschiedlichen Bedürfnisse der Mitgliedstaaten. Immerhin variieren die geographischen Bedingungen und Anbau- sowie Vertriebsmöglichkeiten stark", führt Preiner als Beispiel an. Weiters fordert er, das EU-Bio-Logo so zu gestalten, dass "rasch ersichtlich ist, ob ein Produkt innerhalb oder außerhalb der EU hergestellt wurde. Die Verwendung verschiedener Farben ist hier eine Möglichkeit."

Darüber hinaus sollte, so Preiner, eine Übergangsfrist bei Anpassungen für bereits bestehende Biobetriebe in der Verordnung festgeschrieben werden, "denn diese Betriebe brauchen Planungssicherheit für die kommenden Jahre".

Im heutigen EU-Unterausschuss wurde daher ein Antrag auf Mitteilung dieser Haltung an die Europäische Kommission sowie an den Rat und das Europäische Parlament beschlossen. (Schluss) up/kg

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