"matinee"-Doppel am Feiertagswochenende: Zwei Dokus zum 85er von Nikolaus Harnoncourt, Sängerknaben-Film von Curt Faudon

Außerdem am Sonntag: "Die Kulturwoche"

Wien (OTS) - Zwei hochmusikalische Kulturvormittage bietet das Feiertagswochenende im ORF: Die von Clarissa Stadler präsentierte "matinee" am Sonntag, dem 7. Dezember 2014, steht ab 9.05 Uhr in ORF 2 ganz im Zeichen von Nikolaus Harnoncourt, der am Samstag seinen 85. Geburtstag feiert. Zu Ehren des Ausnahmemusikers und Stardirigenten zeigt der ORF - als Teil eines Programmschwerpunkts in TV und Radio (Details unter presse.ORF.at) - zunächst das neue Filmporträt von ORF-Regisseur und Romy-Preisträger Günter Schilhan: "Nikolaus Harnoncourt - Die Musik meines Lebens", die musikalische Biografie eines herausragenden musikalischen Künstlerlebens. Danach folgt um 9.55 Uhr Christian Bergers neue Dokumentation "Mission Mozart" über die Zusammenarbeit des Pultstars mit dem chinesischen Pianisten Lang Lang für ein gemeinsames Mozart-Album im Frühjahr 2014.
In ORF 2 ist dem Jubilar am Sonntag übrigens auch ein "Österreich-Bild" (18.25 Uhr) gewidmet, das die Neufassung des 2009 entstandenen Porträts "Nikolaus Harnoncourt - Weltstar mit steirischer Note" von Günter Schilhan zeigt. Den Abschluss der "matinee" am Sonntag bildet ein Einblick in "Die Kulturwoche" (10.35 Uhr).

Der ORF-Kulturvormittag zu Mariä Empfängnis, am Montag, dem 8. Dezember, bietet um 9.05 Uhr in ORF 2 die Dokumentation "Die Wiener Sängerknaben - Wege in die Ferne" von Curt Faudon - ein Film über das Leben, die Arbeit und die Träume des berühmten Gesangsvereins, ausgehend von einem Weltmusikprojekt des Chores mit Liedern von der alten Seidenstraße.

Sonntag, 7. Dezember:

"Nikolaus Harnoncourt - Die Musik meines Lebens" (9.05 Uhr, ORF 2)

Es ist kein Geheimnis, dass das Leben von Nikolaus Harnoncourt seit frühester Kindheit von Musik geprägt ist. Weitgehend unbekannt ist jedoch, dass bestimmte Komponisten und sogar einzelne Musikstücke verschiedene Phasen seines Lebens bestimmten oder ihnen eine entscheidende Wendung gaben. So führen seine frühen Kindheitserinnerungen zu den Melodien George Gershwins, die Harnoncourts Vater für die Familie am Klavier im Grazer Palais Meran intonierte. Eine Radioübertragung von Beethovens 7. Symphonie gab 1947 den entscheidenden Impuls für seinen Berufswunsch: Er wollte Cellist in einem Orchester werden. Seine Karriere als Orchestermusiker beendete er abrupt nach einer Aufführung von Mozarts g-Moll-Symphonie, die nach der Meinung Harnoncourts völlig falsch interpretiert worden war.
In den folgenden Jahrzehnten erschuf sich der leidenschaftliche Musiker, zuerst noch als Cellist, dann als Dirigent, seinen eigenen musikalischen Kosmos. Er folgte nur den Leitgestirnen der Musikgeschichte: Monteverdi, Bach, Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert, Offenbach, Strauss, Bizet, Smetana, Dvorak oder auch Gershwin im beginnenden 20. Jahrhundert. Musikhistorisch und biografisch schließt sich hier der Kreis im Leben des Ausnahmekünstlers.
Nikolaus Harnoncourt stellte für die von Günter Schilhan gestaltete Filmdokumentation zu seinem 85. Geburtstag eine Werkauswahl der für ihn bedeutendsten Musik seines Lebens zusammen. Von der Kindheit bis zur Gegenwart reicht diese musikalische Biografie, die anhand von Konzertausschnitten, Probenarbeiten und persönlichen Kommentaren des Dirigenten einen Bogen über sein Leben und gleichzeitig über die Musikgeschichte spannt.

"Mission Mozart" (9.55 Uhr, ORF 2)

Im Frühjahr 2014 verwandelte sich der Wiener Musikverein in eine Art Musik-Labor: Der Große Saal mutierte zum Aufnahmestudio und zu einem Ort für eine sehr spannende Begegnung zweier scheinbar sehr unterschiedlicher Künstler: Nikolaus Harnoncourt und Lang Lang. Gemeinsam mit den Wiener Philharmonikern nahmen sie die Mozart-Klavierkonzerte in G-Dur, KV453, und in c-Moll, KV491, auf. Für den chinesischen Starpianisten Lang Lang war die Zusammenarbeit mit dem an Erfahrung so reichen Dirigenten wie eine Meisterklasse und das gemeinsame Musizieren ein nie enden wollender Quell der Inspiration. Umgekehrt wollte auch Nikolaus Harnoncourt dem Pianisten für die anregende Partnerschaft und - in dieser Liga - selten zu findende Aufgeschlossenheit nur Rosen streuen.

Die Dokumentation von Christian Berger begleitet die CD-Aufnahmen von der ersten bis zur letzten Sitzung und gibt aufschlussreiche Einblicke in den kreativen Prozess von zwei der profiliertesten und einflussreichsten Musiker unserer Tage.

Montag, 8. Dezember:

"Die Wiener Sängerknaben - Wege in die Ferne" (9.05 Uhr, ORF 2)

Regisseur Curt Faudon zeigt die Wiener Sängerknaben während ihrer Ausbildung im Palais Augarten, begleitet sie auf ihren Welttourneen, dokumentiert die anstrengende Arbeit, aber auch die Abenteuer während der aufwendigen Dreharbeiten zu den Liedern entlang der Seidenstraße.

Die jungen Sänger stellen die große Bandbreite ihres Könnens unter Beweis - von der Zeit der Motetten bis hin zur Moderne, von der westeuropäischen Musik bis hin zu den Liedern der Seidenstraße, die aus Feldforschungen verschiedener Musikethnologen von 1911 bis heute stammen. Die Lieder werden von Originalinstrumenten begleitet und in Originalsprache gesungen. Der Regisseur hat drei Monate für diesen Film gedreht, davon zwei Monate im Ausland, vorwiegend entlang der Seidenstraße in China, Indien und Usbekistan. Weitere Ausschnitte zeigen die Chöre aber auch während ihrer Auslandstourneen in den USA, in Japan, Australien und Korea.

Die "matinee" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

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