Verkehrswirtschaft fordert Steuerreform mit Weitsicht und Fairness

Klacska: Umsatzsteuer-Erhöhung für öffentlichen Verkehr wäre kontraproduktiv, umweltschädlich und Gefahr für Betriebe und Jobs in dem Bereich

Wien (OTS/PWK873) - In der aktuellen Diskussion um die
Steuerreform wird auch von einer Anhebung des niedrigeren Umsatzsteuersatzes von 10% gesprochen. Dieser gilt für eine Gruppe von Gütern und unter anderem auch für Personentransporte - also für das Benutzen von Bahn, Bus, Taxi, Seilbahn etc. In diesem Bereich den Steuersatz anzuheben, wäre kontraproduktiv und preistreibend, warnt nun die Bundessparte Transport und Verkehr in der WKÖ.

"Mit dem niedrigeren Steuersatz von 10% in diesem Bereich wollte der Gesetzgeber den öffentlichen Verkehr - in Relation zum Individualverkehr - attraktiv halten. Wer hier an der Steuerschraube dreht, verursacht Frau und Herrn Österreicher Verteuerungen statt der angepeilten Entlastungen. Zusätzlich wären Unternehmen und Arbeitsplätze im öffentlichen Verkehr gefährdet und der ökologische Effekt nachteilig, verweist Bundesspartenobmann Alexander Klacska auch auf Widersprüche zur entsprechenden Passage im Regierungsprogramm zur Förderung des öffentlichen Verkehrs.

Für den Branchensprecher ist klar, dass es eine spürbare Entlastung für Betriebe und Bevölkerung geben muss - "jedoch mit Weitsicht, Fairness und an den richtigen Stellen, sodass langfristige, sinnvolle Ziele nicht gefährdet werden".

Umsatzsteuererhöhung als Preistreiber - vor allem für Einkommensschwache

Gerade einkommensschwache Schichten wären besonders betroffen, wenn sich der öffentliche Verkehr verteuert: Laut Konsumerhebung der Statistik Austria ist der Ausgabenanteil von öffentlichen Verkehrsmitteln an den Gesamtausgaben bei den 10% der einkommensschwächsten Haushalte am höchsten. "Das ist ein kontraproduktiver Eingriff, den doch niemand wollen kann", so Klacska mit Verweis auf den ÖGB, der im Zuge seiner Forderungen nach einer Steuerreform auch die teilweise Erhöhung der Mehrwertsteuer ins Spiel gebracht hatte.

Klacska: "Gute öffentliche Mobilitätsangebote sind ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft. Eine etwaige pauschale Erhöhung der Preise um 10% würde die gesamte Bevölkerung sofort im Börserl spüren." (PM)

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