Soziale Absicherung für EPU Hauptthema im Wirtschaftsparlament

Abschaffung des SVA-Selbstbehalts und Verbesserung beim Krankengeld warten noch immer auf Zustimmung

Wien (OTS) - Erfreut zeigt sich der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband Wien (SWV Wien) darüber, dass zwei der vier eingebrachten Anträge zur sozialen Absicherung von Selbstständigen im Rahmen des gestrigen Wirtschaftsparlaments der Wirtschaftskammer Wien mehrheitlich angenommen wurden. Konkret geht es dabei um die Forderung des SWV Wien, die SVA-Mindestbeitragsgrundlage auf das Niveau der steuerlichen Geringfügigkeitsgrenze zu senken sowie Selbstständigen die Möglichkeit einer periodennahen Abrechnung der SVA-Beiträge zu geben.

"Ich freue mich, dass mit der Annahme unserer Forderungen weitere wesentliche und dringend notwendige Maßnahmen umgesetzt werden, um Selbstständige sozial und wirtschaftlich abzusichern und zu entlasten. Unsere Arbeit ist an dieser Stelle jedoch längst nicht getan. Es gilt viele weitere Schritte zu setzen, um EPU und KMU jene Rahmenbedingungen zu bieten, die es ihnen ermöglichen, in unserer Wirtschaftswelt arbeiten und wachsen zu können", zeigt sich LAbg. GR Fritz Strobl, Präsident des SWV Wien, über die Annahme der SWV-Forderungen erfreut.

Die Kernanträge des SWV Wien zur Abschaffung des SVA-Selbstbehalts sowie der Verbesserung des Krankengelds für Eine-Person-Unternehmen und Selbstständige mit bis zu fünf Mitarbeitern wurden vom ÖVP-Wirtschaftsbund gestern abermals abgelehnt.

"Die soziale Absicherung von Selbstständigen ist das Gebot der Stunde, leider ist das dem ÖVP-Wirtschaftsbund immer noch nicht bewusst", kritisiert Strobl das unverständliche Abstimmverhalten des ÖVP-Wirtschaftsbunds.

Verbesserungen beim Krankengeld abgelehnt

Um EPU und Kleinstbetrieben im Krankheitsfall die notwendige Sicherung zu bieten, fordert der SWV die Einführung des Krankengelds für Eine-Person-Unternehmen und Selbstständige mit bis zu fünf Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeitern bereits ab dem vierten Tag der Arbeitsunfähigkeit. Die derzeitige Regelung, wonach Betriebe mit bis zu 25 Mitarbeitern erst nach dem 43. Tag Krankengeld beziehen, greift für den Präsidenten des SWV Wien viel zu kurz.

"Ein EPU, das aufgrund von Krankheit oder Unfall keine Aufträge annehmen oder seinen Betrieb nicht weiterführen kann, existiert in der Regel nach 43 Tagen nicht mehr. Diesem Umstand müssen wir entgegensteuern - der Wirtschaft und unserer Gesellschaft zuliebe."

Abschaffung des SVA-Selbstbehalts bleibt Kernforderung

Auch die Forderung, den SVA-Selbstbehalt, den Selbstständige unabhängig ihrer finanziellen Möglichkeiten bei jedem Arztbesuch bezahlen müssen, abzuschaffen, wurde abermals vom ÖVP-Wirtschaftsbund zurückgewiesen. "Leider nimmt die SVA auf die Lebensrealität der Kleinen nur wenig Rücksicht. Selbst in Zeiträumen ohne Einkommen müssen sie Zahlungen an die SVA leisten - sogar im Krankheitsfall. Damit muss Schluss sein! Krankheit darf nicht zusätzlich bestraft werden", so Strobl abschließend.

Der SWV Wien wird weiterhin an seinen Forderungen festhalten und sich für bessere Rahmenbedingungen für EPU und KMU einsetzen.

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