Christian Ragger: Auch Umweltbundesamt hat im Görtschitztal versagt

Seltsame "Funkstille" des Umweltbundesamtes, des Altlastenfonds und des Umweltministers

Klagenfurt (OTS) - Beim Problem der Grenzwertüberschreitungen des Giftstofffes Hexachlorbenzol im Görtschitztal haben nicht nur Kärntner Landesorgane versagt, sondern auch die absolute "Funkstille" des Umweltministers Rupprechter und des Umweltbundesamtes befremdet maßlos", kritisiert der Obmann der Kärntner Freiheitlichen LR Mag. Christian Ragger. Das Bundesumweltamt rühme sich auf seiner Homepage, dass es alle "Verdachtsflächen" in Österreich im Auge habe, aber das Görtschitztal habe es offenbar völlig vergessen. Dies obwohl dem Bundesumweltamt die Blaukalk-Verbrennung in Wietersdorf mit den möglichen Risken bekannt war.
Es sei absurd, wenn der Kärntner Umweltreferent Rolf Holub das Umweltbundesamt jetzt offiziell ins Krisenmanagement einbindet, denn dieses hätte schon längst aktiv werden müssen.
Völlig rätselhaft sei das Schweigen von Umweltminister Andrä Rupprechter. Dieser müsste schon aus finanziellen Gründen aktiv werden. Denn sein Ministerium zahlt 30 Millionen Euro aus dem Altlastenfonds für die Verbrennung des mit HCB verunreinigten Blaukalks in Wietersdorf. "Jetzt ist er offenbar sprachlos, dass trotz dieser hohen Subvention Fehler passiert sind. Wie stellt sich das Ministerium zu dem Fall, dass viele Steuermillionen aus dem Altlastenfonds für eine Entsorgung aufgewendet wurden, aber diese für ein ganzes Tal mit so gravierenden Folgen ausging. Warum haben das Bundesumweltamt und der Altlastenfonds nicht darauf geachtet, dass regelmäßig auch HCB-Tests durchgeführt werden? Haben das Umweltministerium, der Altlastenfonds und das Bundesumweltamt in der Causa überhaupt etwas getan, obwohl letzteres in seinem eigenen Gefahrenbericht 2003 ausdrücklich auf den Giftstoff Hexachlorbenzol hinweist, fragt Ragger abschließend.

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