Bundeskanzler Faymann und Kulturminister Ostermayer ehren Kolpinglegende Ludwig Zack

Verleihung des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst im Bundeskanzleramt

Wien (OTS) - "Es gibt so viele Gründe, Ludwig Zack heute zu ehren:
Nicht nur die harten Fakten sprechen für die Auszeichnung, immerhin hat Zack 40 Jahre lang das Österreichische Kolpingwerk als Präses geleitet und damit hunderten, ja tausenden Menschen direkt geholfen. Es ist auch die Art und Weise, wie Zack den Menschen das Gefühl gibt, etwas wert zu sein, und dies gerade auch jenen Menschen, denen der Respekt der Gesellschaft oft verwehrt wird", sagte Bundeskanzler Werner Faymann heute bei der Verleihung des Österreichischen Ehrenzeichens für Wissenschaft und Kunst an den langjährigen Leiter des Kolpingwerks im Kongresssaal des Bundeskanzleramtes. "Wer so viel Energie ausstrahlt, muss ein gutes Gewissen haben, alles Menschenmögliche für andere, für die Menschlichkeit gemacht zu haben. Er ist so vielen, auch mir, mit Rat und Tat zu Seite gestanden. Ich verneige mich vor ihm mit tiefem Respekt".

Kardinal Christoph Schönborn würdigte in seiner Laudatio die Arbeit Zacks in der Kolpingbewegung, die in ihren Wurzeln der Sozialdemokratischen Bewegung ähnle, weil sie das Zupacken, nicht das Wegschauen von sozialem Leid fordere. "So hast Du das Lebenswerk Kolpings in die neue Zeit übersetzt, die Zusammenarbeit mit der öffentlichen Hand gesucht und es in einer einzigartigen Kooperation geschafft, Menschen tatkräftig zu helfen."

Kulturminister Josef Ostermayer erinnerte sich an das Zusammenwirken, als Präses Zack seine Sozialprojekte in Wien entwickelte. "Daraus ist eine schöne Freundschaft entstanden, aus der ich auch viel persönlichen Rat und Trost erfahren habe. Ich bin froh, dass wir ihm heute ein kleines Stück von dem zurückgeben dürfen, was er uns alles gegeben hat."

Ludwig Zack, 1934 in Niederösterreich geboren, erhielt 1959 die Priesterweihe durch Kardinal Franz König und übernahm nach Jahren als Kaplan und Religionslehrer die Leitung des Kolpinghauses in Wien Alsergrund. Zwei Jahre später, 1969, übernahm er die Leitung von Kolping Österreich als Bundespräses. Als solcher war er federführend an der Schaffung vieler Sozialeinrichtungen, etwa für Frauen in schwierigen Situationen, für Menschen mit Behinderungen, für Flüchtlinge, für langzeitarbeitslose Jugendliche und als jüngstes Projekt ein Mehrgenerationenhaus für ältere, pflegebedürftige Menschen. Lange Jahre war Zack auch Mitarbeiter des ORF und hat dort unter anderem die Sendereihe "Einfach zum Nachdenken" mitentwickelt.

"Ich hatte die Gnade, für viele Jahre für andere Menschen da sein zu dürfen, das ist eine wunderbare Aufgabe. Ich glaube, Sie alle haben diese wundervolle Aufgabe, auf Menschen einzugehen, tun Sie es auch weiterhin", sagte Ludwig Zach in seinen Dankesworten. "Ich danke für die Ehre, die mir zuteil geworden ist und für die schönen Begegnungen."

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