Kaiser spricht nicht mit Ärztevertretung

Landeshauptmann Dr. Peter Kaiser möchte seine Verhandlungspartner selbst aussuchen

Klagenfurt (OTS) - Vorigen Donnerstag hat die Ärztekammer dem Landeshauptmann ein neues Verhandlungsangebot übermittelt. Trotz gegenteiliger Ankündigungen in den Medien erfolgte jedoch von seiner Seite bis heute keine Einladung zu Gesprächen über diesen Vorschlag, wundern sich Dr. Josef Huber, Präsident der Ärztekammer für Kärnten, und Kurienobmann Dr. Hans Ingo Kager.

"Gemeinsam mit dem Zentralbetriebsrat soll also morgen mit dem Land ohne Beteiligung einer legitimen Ärztevertretung über Ärztegehälter verhandelt werden", bringt Dr. Huber sein Unverständnis über die von Landeshauptmann Dr. Peter Kaiser gewählte Vorgehensweise zum Ausdruck.

Obwohl die Zeit drängt, ignoriert der Landeshauptmann die gesetzliche Interessensvertretung der angestellten Ärzte. Er hat öffentlich erklärt, nur mehr mit dem Zentralbetriebsrat der KABEG, der über keinerlei gesetzliches Mandat für Gehaltsverhandlungen verfügt, zu sprechen. Dies widerspricht auch dem öffentlich in Betriebsversammlungen geäußerten Wunsch der Spitalsärzte, die weiterhin vom Verhandlungsteam der Ärztekammer vertreten werden wollen.

"Mit diesem beispiellosen Versuch, die Spitalsärzte an die Kandare zu nehmen, wird das Verhandlungsklima nachhaltig verschlechtert", bedauern Dr. Hans Ingo Kager und Dr. Petra Preiß die Vorgangsweise von Landeshauptmann und Zentralbetriebsrat.

Die Ärztekammer habe den von Gesundheitsreferentin LH-Stv. Dr. Beate Prettner gewünschten "ersten Schritt auf die Brücke" gemacht, erklärt Präs. Dr. Huber. Noch bevor man die Mitte der Brücke überhaupt erreichen konnte, habe sie jedoch der Landeshauptmann gemeinsam mit dem ZBR-Obmann abmontiert.

Sie sind daher allein dafür verantwortlich, wenn dadurch nicht rechtzeitig eine dringend notwendige Einigung über den Gehaltsausgleich der Kärntner Spitalsärzte zustande komme, so Huber weiter. Er sei mit seinem Team jedenfalls weiterhin verhandlungsbereit.

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