Korun zu Gleichbehandlungsausschuss: Peinliche Unwahrheiten zur Verhinderung von Gleichbehandlung

Grüne: Kabarett im Parlament muss Grenzen haben

Wien (OTS) - "Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man sich köstlich darüber amüsieren: Im heutigen Gleichbehandlungsausschuss haben die Regierungsfraktionen unseren Antrag auf Einführung von anonymisierten Bewerbungsverfahren im öffentlichen Dienst mit der glatten Unwahrheit vom Tisch gewischt, das gäbe es im öffentlichen Dienst schon, weshalb es die anonymisierten Bewerbungen nicht bräuchte. Die Behauptung, der öffentliche Dienst erfülle die anonymisierten Bewerbungsverfahren schon, um bei der Anstellung von Personal nur nach der geeigneten Qualifikation vorzugehen und nicht nach Herkunft, Namen, Geschlecht oder Alter, ist eine so unglaubliche Unwahrheit, dass man erst mal schlucken muss. Zweitens stellt sich die Frage: Wenn es das sowieso gibt, wie von Regierungsabgeordneten behauptet wird, warum diese einen solchen Antrag nicht ablehnen, sondern 'vertagen'? Die Antwort:
So kommt der Antrag nämlich nicht in die öffentliche Nationalratssitzung und es wird keine öffentliche Diskussion darüber geben, warum und dass es die anonymisierten Bewerbungsverfahren im öffentlichen Dienst eben nicht gibt", sagt die Grüne Menschenrechtssprecherin Alev Korun, die den Antrag gemeinsam mit der Grünen Frauensprecherin Berivan Aslan eingebracht hatte.

"Diese Vorgehensweise, Oppositionsanträge mit Unwahrheiten zum Verschwinden zu bringen und sich auch noch vor der öffentlichen Diskussion des wichtigen Themas Chancengleichheit (auch) im öffentlichen Dienst zu drücken, ist kindisch und beschämend. Kabarett können die Regierungsabgeordneten gern woanders veranstalten und genießen, aber bitte nicht im Parlament", sagt Korun.

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