Pressefotograf von Wiener Polizisten "niedergerungen"

ÖJC protestiert gegen Verstoß gegen die Pressefreiheit

Wien (OTS/ÖJC) - In der 2010 vom ÖJC eingerichteten "Meldestelle für Verstöße gegen die Pressefreiheit" ist folgende Beschwerde des Wiener Pressefotografen Kurt Prinz eingelangt:

"Am Samstag, 29.11.2014 gegen 19.30 Uhr, war ich im Auftrag von 'Vice Magazin' am Rathausplatz um die dortigen Demonstrationen gegen den Burschenschafter Kommers im Rathauskeller zu dokumentieren. Es kam dabei immer wieder zu kleinen Rangelein, da Demonstranten noch vor der Polizeiabsperrung die Burschenschafter am Betreten des Lokals hindern wollten.

Als wieder ein Burschenschafter eintraf wollte ich die Vorgänge dokumentieren und wurde dabei von einem Polizisten von hinten kommend brutal weggestoßen. Als ich dann zu Boden ging deutete der Beamte noch einige Schläge in meine Richtung an. Am Boden liegend, bemühte ich mich und meine zirka 7000,- Euro teure Ausrüstung zu schützen, kurzzeitig standen zwei Polizisten zumindest mit einem Bein auf mir. Nach zirka 5 Sekunden konnte ich mich aus dem Handgemenge wegbewegen und wieder auf die Beine kommen. Ich habe bei dem Vorfall keine schwereren Verletzungen davongetragen und den Vorfall dem Polizei-Pressesprecher Herrn Roman Hahslinger gemeldet."

Der Vorfall ist auf Video dokumentiert und unter diesem Link abrufbar:
https://www.youtube.com/watch?v=kRtdAgO6vAM&feature=youtu.be

Der Chef der Pressestelle der Landespolizeidirektion Wien, Johann Golob, rät allen Journalisten, die bei Polizeieinsätzen in Schwierigkeiten geraten, ihre Beschwerden direkt an den Bürgerinformationsdienst der Landespolizeidirektion Wien zu richten.

ÖJC-Präsident Fred Turnheim ersucht die Wiener Polizei dringend, den Vorfall zu untersuchen und künftig sicher zu stellen, dass Journalisten ungehindert ihrem Berufsauftrag nachkommen können.

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