Willi: Die Schweiz bleibt Vorbild im Verkehrsbereich

Grüne: Müll- und Schrottfahrverbot sowie Alpentransitbörse sind ein Muss!

Wien (OTS) - "Die Lkw-Zahlen, wie heute vom VCÖ präsentiert, untermauern den Unterschied zwischen der schweizerischen und der österreichischen Verkehrspolitik. Die Schweiz schafft eine Senkung der Transitzahlen auf der Straße. Die österreichische Regierung lässt riesige Bahntunnels bauen und hofft, dass irgendwann alles gut wird, während die Lkw-Zahlen im Brennertransit wieder steil nach oben weisen. So kann es nicht weitergehen!" verlangt der grüne Verkehrssprecher Georg Willi ein Abgehen vom derzeitigen Kurs. Tirols Grüne Verkehrslandesrätin Ingrid Felipe hat mit Tempo 100 für Pkw die "Eintrittskarte" für die Wiederverlautbarung des Müll- und Schrottfahrverbotes zustande gebracht. Denn auch die Pkw müssen einen Beitrag zur Luftverbesserung leisten. Das Müll- und Schrottfahrverbot wird dann ab dem Jahr 2015 eine spürbare Entlastung der Brennerroute bringen. "Doch das ist nur der erste Schritt zu "Schweizer Zuständen" auch hierzulande. Verkehrsminister Stöger muss mit der Verlagerungsstrategie jetzt beginnen, damit 2025 nicht drei leere Bahn-Megatunnels in der Landschaft herumstehen, ohne wenigstens der Güterverlagerung auf die Schiene zu dienen. Diese Strategie braucht als Herzstück die Alpentransitbörse. Mit dieser werden die Fahrten auf der Straße gedeckelt und handelbar, während alle anderen Fahrten auf der Schiene abgewickelt werden müssen. So wollen es die Schweizer für ihr Land und suchen Verbündete im Alpenraum. Österreich sollte mittun, denn mit der Alpentransitbörse könnten die Transitfahrten auf der Brennerautobahn halbiert werden" argumentiert Willi. "Ich erwarte mir vom neuen Verkehrsminister, dass er sich die Schweizerische Verkehrspolitik zum Vorbild nimmt. Dort herrscht viel mehr Kostenwahrheit, dort gibt es eine flächendeckende Lkw-Maut und dort soll es die Alpentransitbörse geben. Besser als mit dem Zahlenvergleich des VCÖ kann man nicht dokumentieren, dass man politisch viel zum Besseren wenden kann, wenn man eine konsequente Verlagerung der Güter auf die Schiene betreibt, die nicht bei der Beschäftigung von Baukonzernen endet" hofft Willi auf mehr Engagement beim Minister.

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