• 28.11.2014, 15:00:33
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Für die wahren Heldinnen des Alltags:17 Jahre AUVA-Pflegepreis

Ehrungen für die drei Preisträgerinnen aus Wien, Niederösterreich und Burgenland starten am 4. Dezember

Utl.: Ehrungen für die drei Preisträgerinnen aus Wien,
Niederösterreich und Burgenland starten am 4. Dezember =

Wien/St. Pölten/ Eisenstadt (OTS) - Die AUVA-Landesstelle Wien hat
den AUVA-Pflegepreis im Jahre 1998 für die Bundesländer Wien,
Niederösterreich und Burgenland ins Leben gerufen. Er wird 2014 zum
siebzehnten Mal für die mehrjährige, aufopfernde Pflege eines nach
einem Arbeitsunfall dauerhaft Schwerverletzten zu Hause im
Familienverband vergeben. Der AUVA-Pflegepreis steht unter dem
Ehrenschutz des Bürgermeisters von Wien und der Landeshauptleute von
Niederösterreich und Burgenland. Die Gewerkschaft Bau-Holz - für Wien
und Burgenland -, die Wirtschaftskammern Wien, Niederösterreich und
Burgenland sowie der Präsident der Arbeiterkammer NÖ steuern
Sachpreise bei. Die offiziellen Preisverleihungen finden heuer am 4.
12. im Landtagssitzungssaal Eisenstadt, am 17. 12. im Landhaus St.
Pölten und am 18. Dezember im Wiener Rathaus statt. Die
Preisträgerinnen 2014 sind: Ingeborg Abu-Taleb, Hermine Hroch und
Mirsada Divovic.

"Mit dem Pflegepreis will die AUVA jenen danken, die einen
Schwerversehrten über viele Jahre hinweg bei sich zu Hause pflegen
und dafür viele Opfer auf sich nehmen. Die Pflege zu Hause bedeutet
körperliche und seelische Betreuung rund um die Uhr. Parallel dazu
gilt es den Haushalt, weitere Familienmitglieder zu versorgen,
Termine zu koordinieren. Unsere Preisträgerinnen und Preisträger sind
echte Familienmanager.

Die Pflege zu Hause im Familienverband bietet den Schwerversehrten
eine Wärme und Lebensqualität, die im besten Pflegeheim nicht
erreicht werden kann. Darüber hinaus bietet die Pflege daheim auch
volkswirtschaftliche Vorteile.

Die AUVA als soziale Unfallversicherung unterstützt gemäß ihrem
gesetzlichen Auftrag die Versehrten mit allen zur Verfügung stehenden
Mitteln der medizinischen Versorgung, der sozialen Rehabilitation und
mit Finanzleistungen." sagt Direktorin Mag. Friederike Lackenbauer.

Der AUVA-Pflegepreis besteht im Detail aus der offiziellen Ehrung
durch die Landeshauptleute, einer Urkunde, dem Bronze-Relief
"Sonnenstiege" des Künstlers Prof. Horst Aschermann, einem
Erholungsurlaub in einem behindertengerechten Hotel - zur Verfügung
gestellt von der Gewerkschaft Bau-Holz und dem Präsidenten der AK NÖ
- sowie einem zusätzlichen Sachpreis der Wirtschaftskammern Wien,
Niederösterreich und Burgenland im Gegenwert von rund 1.000 bzw.
2.000 Euro. Während des Urlaubs besteht die Möglichkeit, die
Versicherten in einem Rehabilitationszentrum der AUVA einem
Gesundheits-Check zu unterziehen.

Als Kriterium für den AUVA-Pflegepreis gilt eine Pflegedauer von mehr
als drei Jahren für Versehrte der höchsten Pflegestufe 7, von mehr
als fünf Jahren für Pflegestufe 6 und mehr als zehn Jahren für
Versicherte der Pflegestufe 5.

Die Auswahl des Pflegers und der Pflegerin des Jahres erfolgt in
einem mehrstufigen Bewertungsprozess. Die regionalen Sozialarbeiter
und das Rehabilitationsteam der AUVA-Landesstelle Wien nominieren
alle Betreuer, die einen Schwerversehrten Angehörigen nach einem
Arbeitsunfall oder einer Berufskrankheit aufopfernd und lange Jahre
zu Hause pflegen und den Kriterien entsprechen.

Der Chefarzt der AUVA-Landesstelle Wien und die Pflegedienstleiterin
des AUVA-Unfallkrankenhauses und des Rehabilitationszentrums
Wien-Meidling besuchen die Kandidatinnen und Kandidaten und wählen
maximal zwei Pflegepersonen pro Bundesland aus. Ausschlaggebend neben
der Anzahl der Pflegejahre sind die Pflegeintensität, der
gesundheitliche Zustand, die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und
die Entbehrungen, die die Kandidatinnen und Kandidaten auf sich
nehmen.

Die endgültige Entscheidung trifft eine Jury. Die AUVA wird durch die
Direktion der Landesstelle vertreten, sie hat nur eine Stimme.
Weiters wurden Vertreter der Landeshauptleute, der Sponsoren und
eines im jeweiligen Bundesland führenden Mediums eingeladen. In Wien
besteht die Jury aus Dr. Wolfgang Exel, Gesundheitsexperte der
"Kronen Zeitung" und je einem Vertreter der Gewerkschaft Bau-Holz und
der Wirtschaftskammer Wien. In NÖ gehören ihr die AKNÖ, die WK NÖ und
die Redaktion der NÖN an. Im Burgenland entsendet der Landeshauptmann
den/die Pflegedirektor/in der Krankenanstaltengesellschaft, weiters
sind die Gewerkschaft Bau-Holz, die Wirtschaftskammer Burgenland und
die Burgenländische Volkszeitung, BVZ, vertreten.

In Österreich leben 7.036 nach einem Arbeitsunfall Schwerversehrte,
2.542 davon im Bereich der Landesstelle Wien und zwar in Burgenland
287 Personen, Wien 831 Personen und Niederösterreich 1.424 Personen.
Die Einstufung als Schwerversehrter erfolgt bei einer Minderung der
Erwerbsfähigkeit um mehr als 50 Prozent. In Wien haben derzeit zwölf
AUVA-Versehrte Pflegestufe 7, fünf Pflegestufe 6 sowie
siebenundzwanzig Versicherte Pflegestufe 5.

In Niederösterreich befinden sich zweiundzwanzig AUVA-Versehrte in
der Pflegestufe 7 (bis zu einem Wachkoma), zwanzig Versicherte in der
Stufe 6 sowie 56 Personen in der Pflegestufe 5. Erfreulicherweise
werden in Niederösterreich alle Versicherten der höchsten Pflegestufe
zu Hause gepflegt.

Im Burgenland leben vier AUVA-Versehrte mit Pflegestufe 7, fünf mit
Pflegestufe 6 sowie dreizehn Versicherte mit Pflegestufe 5.

Für die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) zählt die
Rehabilitation neben der Prävention, der Unfallheilbehandlung und der
finanziellen Entschädigung zu den vier Kernaufgaben. In den vier
AUVA-Rehabilitationszentren in Österreich werden jährlich 5.000
Menschen nach Unfällen so weit wie möglich auf die Rückkehr in ein
selbstbestimmtes, unabhängiges Leben vorbereitet - wie zum Beispiel
Skirennfahrer Mathias Lanzinger.

Über die AUVA:
Bei der AUVA sind rund 4,8 Millionen Personen gesetzlich gegen
Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert: 1,2 Millionen
Arbeiterinnen und Arbeiter, 1,6 Millionen Angestellte, 500.000
Selbständige sowie 1,5 Millionen Schulkinder und Studierende. Die
Landesstelle Wien betreut in den Bundesländern Wien, Niederösterreich
und Burgenland 42 Prozent der AUVA-Versicherten. Pro Jahr erhalten
rund 150.000 Verletzte in den Wiener AUVA-Unfallkrankenhäusern
Meidling und Lorenz Böhler sowie rund 1.900 Patienten in den
Rehabilitationszentren Wien-Meidling und Weißer Hof, Klosterneuburg,
die bestmögliche Behandlung. Die AUVA finanziert ihre Aufgaben als
soziale Unfallversicherung fast zur Gänze aus Pflichtbeiträgen der
Dienstgeber. Prävention ist dabei die vorrangige Kernaufgabe der
AUVA, denn die Verhütung von Unfällen und die Vorbeugung von
Berufskrankheiten senken die Kosten für die drei weiteren
Unternehmensbereiche Heilbehandlung, Rehabilitation und finanzielle
Entschädigung von Unfallopfern am wirksamsten.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AWI

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