Für die wahren Heldinnen des Alltags:17 Jahre AUVA-Pflegepreis

Ehrungen für die drei Preisträgerinnen aus Wien, Niederösterreich und Burgenland starten am 4. Dezember

Wien/St. Pölten/ Eisenstadt (OTS) - Die AUVA-Landesstelle Wien hat den AUVA-Pflegepreis im Jahre 1998 für die Bundesländer Wien, Niederösterreich und Burgenland ins Leben gerufen. Er wird 2014 zum siebzehnten Mal für die mehrjährige, aufopfernde Pflege eines nach einem Arbeitsunfall dauerhaft Schwerverletzten zu Hause im Familienverband vergeben. Der AUVA-Pflegepreis steht unter dem Ehrenschutz des Bürgermeisters von Wien und der Landeshauptleute von Niederösterreich und Burgenland. Die Gewerkschaft Bau-Holz - für Wien und Burgenland -, die Wirtschaftskammern Wien, Niederösterreich und Burgenland sowie der Präsident der Arbeiterkammer NÖ steuern Sachpreise bei. Die offiziellen Preisverleihungen finden heuer am 4. 12. im Landtagssitzungssaal Eisenstadt, am 17. 12. im Landhaus St. Pölten und am 18. Dezember im Wiener Rathaus statt. Die Preisträgerinnen 2014 sind: Ingeborg Abu-Taleb, Hermine Hroch und Mirsada Divovic.

"Mit dem Pflegepreis will die AUVA jenen danken, die einen Schwerversehrten über viele Jahre hinweg bei sich zu Hause pflegen und dafür viele Opfer auf sich nehmen. Die Pflege zu Hause bedeutet körperliche und seelische Betreuung rund um die Uhr. Parallel dazu gilt es den Haushalt, weitere Familienmitglieder zu versorgen, Termine zu koordinieren. Unsere Preisträgerinnen und Preisträger sind echte Familienmanager.

Die Pflege zu Hause im Familienverband bietet den Schwerversehrten eine Wärme und Lebensqualität, die im besten Pflegeheim nicht erreicht werden kann. Darüber hinaus bietet die Pflege daheim auch volkswirtschaftliche Vorteile.

Die AUVA als soziale Unfallversicherung unterstützt gemäß ihrem gesetzlichen Auftrag die Versehrten mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln der medizinischen Versorgung, der sozialen Rehabilitation und mit Finanzleistungen." sagt Direktorin Mag. Friederike Lackenbauer.

Der AUVA-Pflegepreis besteht im Detail aus der offiziellen Ehrung durch die Landeshauptleute, einer Urkunde, dem Bronze-Relief "Sonnenstiege" des Künstlers Prof. Horst Aschermann, einem Erholungsurlaub in einem behindertengerechten Hotel - zur Verfügung gestellt von der Gewerkschaft Bau-Holz und dem Präsidenten der AK NÖ - sowie einem zusätzlichen Sachpreis der Wirtschaftskammern Wien, Niederösterreich und Burgenland im Gegenwert von rund 1.000 bzw. 2.000 Euro. Während des Urlaubs besteht die Möglichkeit, die Versicherten in einem Rehabilitationszentrum der AUVA einem Gesundheits-Check zu unterziehen.

Als Kriterium für den AUVA-Pflegepreis gilt eine Pflegedauer von mehr als drei Jahren für Versehrte der höchsten Pflegestufe 7, von mehr als fünf Jahren für Pflegestufe 6 und mehr als zehn Jahren für Versicherte der Pflegestufe 5.

Die Auswahl des Pflegers und der Pflegerin des Jahres erfolgt in einem mehrstufigen Bewertungsprozess. Die regionalen Sozialarbeiter und das Rehabilitationsteam der AUVA-Landesstelle Wien nominieren alle Betreuer, die einen Schwerversehrten Angehörigen nach einem Arbeitsunfall oder einer Berufskrankheit aufopfernd und lange Jahre zu Hause pflegen und den Kriterien entsprechen.

Der Chefarzt der AUVA-Landesstelle Wien und die Pflegedienstleiterin des AUVA-Unfallkrankenhauses und des Rehabilitationszentrums Wien-Meidling besuchen die Kandidatinnen und Kandidaten und wählen maximal zwei Pflegepersonen pro Bundesland aus. Ausschlaggebend neben der Anzahl der Pflegejahre sind die Pflegeintensität, der gesundheitliche Zustand, die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und die Entbehrungen, die die Kandidatinnen und Kandidaten auf sich nehmen.

Die endgültige Entscheidung trifft eine Jury. Die AUVA wird durch die Direktion der Landesstelle vertreten, sie hat nur eine Stimme. Weiters wurden Vertreter der Landeshauptleute, der Sponsoren und eines im jeweiligen Bundesland führenden Mediums eingeladen. In Wien besteht die Jury aus Dr. Wolfgang Exel, Gesundheitsexperte der "Kronen Zeitung" und je einem Vertreter der Gewerkschaft Bau-Holz und der Wirtschaftskammer Wien. In NÖ gehören ihr die AKNÖ, die WK NÖ und die Redaktion der NÖN an. Im Burgenland entsendet der Landeshauptmann den/die Pflegedirektor/in der Krankenanstaltengesellschaft, weiters sind die Gewerkschaft Bau-Holz, die Wirtschaftskammer Burgenland und die Burgenländische Volkszeitung, BVZ, vertreten.

In Österreich leben 7.036 nach einem Arbeitsunfall Schwerversehrte, 2.542 davon im Bereich der Landesstelle Wien und zwar in Burgenland 287 Personen, Wien 831 Personen und Niederösterreich 1.424 Personen. Die Einstufung als Schwerversehrter erfolgt bei einer Minderung der Erwerbsfähigkeit um mehr als 50 Prozent. In Wien haben derzeit zwölf AUVA-Versehrte Pflegestufe 7, fünf Pflegestufe 6 sowie siebenundzwanzig Versicherte Pflegestufe 5.

In Niederösterreich befinden sich zweiundzwanzig AUVA-Versehrte in der Pflegestufe 7 (bis zu einem Wachkoma), zwanzig Versicherte in der Stufe 6 sowie 56 Personen in der Pflegestufe 5. Erfreulicherweise werden in Niederösterreich alle Versicherten der höchsten Pflegestufe zu Hause gepflegt.

Im Burgenland leben vier AUVA-Versehrte mit Pflegestufe 7, fünf mit Pflegestufe 6 sowie dreizehn Versicherte mit Pflegestufe 5.

Für die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) zählt die Rehabilitation neben der Prävention, der Unfallheilbehandlung und der finanziellen Entschädigung zu den vier Kernaufgaben. In den vier AUVA-Rehabilitationszentren in Österreich werden jährlich 5.000 Menschen nach Unfällen so weit wie möglich auf die Rückkehr in ein selbstbestimmtes, unabhängiges Leben vorbereitet - wie zum Beispiel Skirennfahrer Mathias Lanzinger.

Über die AUVA:
Bei der AUVA sind rund 4,8 Millionen Personen gesetzlich gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert: 1,2 Millionen Arbeiterinnen und Arbeiter, 1,6 Millionen Angestellte, 500.000 Selbständige sowie 1,5 Millionen Schulkinder und Studierende. Die Landesstelle Wien betreut in den Bundesländern Wien, Niederösterreich und Burgenland 42 Prozent der AUVA-Versicherten. Pro Jahr erhalten rund 150.000 Verletzte in den Wiener AUVA-Unfallkrankenhäusern Meidling und Lorenz Böhler sowie rund 1.900 Patienten in den Rehabilitationszentren Wien-Meidling und Weißer Hof, Klosterneuburg, die bestmögliche Behandlung. Die AUVA finanziert ihre Aufgaben als soziale Unfallversicherung fast zur Gänze aus Pflichtbeiträgen der Dienstgeber. Prävention ist dabei die vorrangige Kernaufgabe der AUVA, denn die Verhütung von Unfällen und die Vorbeugung von Berufskrankheiten senken die Kosten für die drei weiteren Unternehmensbereiche Heilbehandlung, Rehabilitation und finanzielle Entschädigung von Unfallopfern am wirksamsten.

Rückfragen & Kontakt:

Kontakt:
Gabriela Würth
Öffentlichkeitsarbeit der AUVA-Landesstelle Wien
Telefon mobil: 0676-33 24 879
E-Mail: gabriela.wuerth@auva.at
Im Internet: www.auva.at/wien,
AUVA-Landesstelle Wien: Tel.: +43 5 93 93-31000

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AWI0002