Mehr Güter auf der Schiene und faire Arbeitsbedingungen haben Priorität

AK und Gewerkschaft vida fordern die konsequente Umsetzung ihres Maßnah-menpakets für sozial fairen und ökologisch nachhaltigen Güterverkehr

Wien (OTS) - "Beim Güterverkehrs- und Logistikpaket geht es nicht nur um die Verbesserung des Standorts und der Wettbewerbsfähigkeit", sagt die Leiterin der Abteilung Ver-kehrspolitik, Sylvia Leodolter. "Nur wenn wir gleichzeitig soziale und ökologische Auswirkungen des Verkehrs mitbetrachten, können wir bis 2025 dem 40 Prozent-Ziel zur Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene nahe kommen und damit nachhaltig und sozial fair dieses im Gesamtverkehrsplan formulierte Ziel erreichen. Dafür müssen neben den wirtschaftlichen Aspekten vorrangig Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen, der Aus-und Weiterbildung der Be-schäftigten und zur Förderung des Schienengüterverkehrs eine hohe Priorität haben. Die AK hat gemeinsam mit der Gewerkschaft vida ihre Vorschläge dazu in einem umfassenden Paket in die Arbeitsgruppe Güterverkehr und Logistik eingebracht. "Jetzt ist der Verkehrsminister und die Politik am Zug", so Leodolter. "Mit unseren Vorschlägen können die Ziele des Gesamtverkehrsplans erreicht werden und der Güterverkehr ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltig gestaltet werden.

+ Lohn- und Sozialdumping muss im Gütertransport gezielt bekämpft werden. Es braucht ein klares, EU-weites Verbot von Pauschalentlohnungen und strenge Kontrollen auch der Kabotage (Transportleistungen ausländischer Unternehmen im Inland).

+ Die Regelungen zur Aus- und Weiterbildung von Lkw-LenkerInnen muss verbessert und vereinheitlicht werden. Die Beschäftigten müssen bei den Kosten für die Aus- und Weiterbildung weiter entlastet werden.

+ Die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene muss gezielt gefördert werden, etwa durch die Neugestaltung der Anschlussbahnförderung, den gezielten Ausbau von Güterterminals oder die Bindung der regionalen Wirtschaftsförderung an die Möglichkeit der Schienennutzung.

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