HCB-Milch: Greenpeace-Fragen an die Kärntner Behörden

Greenpeace kündigt Lebensmitteltests an

Wien (OTS) - Anlässlich der heutigen Ankündigung des Kärntner Landeshauptmanns Peter Kaiser, die Bevölkerung umfassend informieren zu wollen, fordert Greenpeace eine transparente und lückenlose Aufklärung. "Wie es überhaupt zu einem Skandal dieses Ausmaßes kommen konnte, muss nun genau untersucht werden", so Greenpeace-Sprecher Herwig Schuster.

Insbesondere müssen folgende Fragen rasch beantwortet werden:

  • Wie viele HCB-Rauchgasmessungen wurden seit dem ersten Einsatz des Blaukalks bei der Firma Wietersdorfer & Peggauer im Sommer 2012 durchgeführt? Was waren die jeweiligen Ergebnisse?
  • Wie viele HCB-Rauchgasmessungen wurden Wietersdorfer & Peggauer per Bescheid vorgeschrieben?
  • Wurde vor Genehmigung dieses Verwertungsprojektes die Hintergrundbelastung mit HCB im Görtschitztal untersucht?
  • Wie viele HCB-Analysen des Blaukalks hat Wietersdorfer & Peggauer seit September 2011 (Auftragsvergabe) durchführen lassen? Was waren die Ergebnisse bzw. wie hoch ist die durchschnittliche HCB-Konzentration des verwerteten Deponie-Materials? Wie viele derartige Analysen wurden per Bescheid vorgeschrieben?
  • Welche Menge an Deponie-Material aus Brückl wurde insgesamt, also seit Sommer 2012, vom Zementwerk verarbeitet?

"Das Vertrauen der Kärntner Bevölkerung in die Behörden ist erschüttert", so Schuster und kündigt unabhängige Lebensmitteltests an: "Greenpeace wird die HCB-Belastung in ausgewählten Kärntner Lebensmitteln unter die Lupe nehmen und die Öffentlichkeit sofort nach Erhalt der Ergebnisse informieren."

Rückfragen & Kontakt:

Herwig Schuster, Chemiker bei Greenpeace CEE in Österreich, Tel.: +43 (664) 431 92 14
Christine Gebeneter, Pressesprecherin bei Greenpeace CEE in Österreich , Tel.: +43 (664) 857 45 98

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