Festveranstaltung 40 Jahre Familienberatung - von 1974 bis 2014 für das Wichtigste im Leben

Vieles ändert sich - eines bleibt: Hilfe zur Selbsthilfe!

Wien (OTS) - Das Familienberatungsförderungsgesetz, das die Basis für die staatliche Förderung der Familienberatung darstellt, wurde 1974 beschlossen. In den letzten 40 Jahren hat die geförderte Familienberatung eine sehr umfassende Entwicklung - qualitativ und quantitativ - erlebt. Viele Reformen und Meilensteine wurden erzielt. Im Jahr 1974 wurde mit der Förderung von 55 Beratungsstellen gestartet - heute sind es bereits 395 Beratungsstellenstandorte und 83 Außenstellen an Bezirksgerichten. Die Beratungsanzahl von 9.900 im ersten Jahr der Beratungsförderung stieg an - 2013 wurden 476.000 Beratungskontakten gezählt. Themen im Umfeld von Trennungs- und Scheidungsproblemen, Beratungen in Erziehungsfragen und Beratungen bei allgemeinen Paarkonflikten decken seit Jahren fast 50% der an die Familienberatungsstellen herangetragen Probleme ab. Förderschwerpunkte wie Schwangerenberatung, Schwangerschaftskonfliktberatung und Familienplanung, die Beratung am Bezirksgericht oder der Schwerpunkt zum Thema Gewalt in der Familie wurden bereits 1997 etabliert. Ende 2008 ging die "Homepage familienberatung.gv.at" online und zählte allein im heurigen Jahr (Stand Oktober 2014) 5,44 Mio. Zugriffe.

Vieles hat sich geändert, aber eines ist gleichgeblieben: die Familienberatung unterstützt damals wie heute die Familien in Österreich tagtäglich und steht Ihnen zur Seite. Die Vielfalt der Einrichtungen - sowohl aus Sicht der Trägerorganisationen als auch aus Sicht der Angebote - entspricht der in den Familien erlebten Fülle/Vielfalt an Spannungsfeldern. Diese Vielfalt bildet aber auch die Wertepluralität der Gesellschaft ab, die gerade in Familien- und Beziehungsfragen gelebt wird.

Familien- und Jugendministerin Karmasin "Die Entwicklung der Familienberatungsstellen ist eine Erfolgsgeschichte - die Familienberatung in Österreich in Ihrer Vielfalt und in ihrer Qualität einzurichten, war eine der besten politischen Entscheidungen der letzten 40 Jahre. Wir leben heute in einer Zeit, die uns alle vor Herausforderungen stellt. Wir verlangen viel von uns: Wir wollen eine glückliche Familie haben, wir wollen unsere Kinder bestmöglich begleiten - sie fit für ein sinnbestimmtes, verantwortungsvolles und glückliches Leben machen. Die Leistungen von Seiten der Familienberatung stellen in diesem Zusammenhang einen großen Mehrwert für die Bevölkerung dar. Auch in Zukunft soll die Familienberatung unseren Familien in schwierigen Zeiten Unterstützung bieten. Wir müssen daher weiterhin an einem Strang ziehen- denn Familien - in welcher Form auch immer sie gelebt werden - sind das Rückgrat unserer Gesellschaft."

Über 200 Vertreterinnen und Vertreter von Familienberatungsstellen fanden sich zur Festveranstaltung "40 Jahre Familienberatung" ein. Bundesministerin Dr. Sophie Karmasin lieferte in Ihrem Festvortrag einen Einblick in die Meilensteine der österreichischen Familienberatung der vergangenen 40 Jahre, wie auch Motive und Zahlen im Bezug auf die Inanspruchnahme. Die Keynote von Dr. Andreas Vossler, Senior Lecturer in Psychology und Direktor des Foundation Degree in Counselling an der Open University in Großbritannien, unter dem Titel "Das Jahrhundert der Beratung - gesellschaftliche Bedeutung und Zukunft von Beratungsangeboten" bot einen internationalen Einblick in die Vielfalt von Beratungsangeboten, wie auch die einhergehenden Herausforderungen in naher Zukunft.

In der abschließenden Podiumsdiskussion wurden zusätzlich Christine Laimer vom Wiener Familienbund und Mag. Johannes Wahala vom Verein Courage um Ihre persönlichen Erfahrungen aus ihrer alltäglichen Arbeit für Österreichs Familien gebeten - sie diskutierten gemeinsam mit Bundesministerin Karmasin und Dr. Vossler über die Vielfalt von Familien und Situationen, die Praxis und Schwerpunkte, wie auch über die zukünftige Entwicklung von Familienberatung. Im Rahmen von Marktständen konnten die Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung im Anschluss an das offizielle Programm einen interessanten und spannenden Einblick in die vielfältige Arbeit der Familienberatungsstellen gewinnen.

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Familien und Jugend
Sven Pöllauer, M.A.
Sprecher der Bundesministerin
Tel.: +43-1-71100-3404; Mobil: +43-664-320 96 88
sven.poellauer@bmfj.gv.at
www.bmfj.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MFJ0001