Ärzte-Verhandlungen: LH Kaiser begrüßt Einlenken der Ärztekammervertreter

Angebot des Landes bleibt aufrecht, neuer Verhandlungstermin wird vereinbart - Gesamtvolumen von 13,5 Mio. ist Maximum - An neuem Gehaltsmodell wird weiter gearbeitet

Klagenfurt (OTS/LPD) - Wie Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser heute, Freitag, mitteilt, seien die Ärztekammer-Vertreter nach der brüsken Ablehnung des weitreichenden Angebotes des Landes in der Diskussion um eine Anhebung des Grundgehaltes der Ärzteschaft in den KABEG-Spitälern nun doch wieder verhandlungsbreit. In einem Brief bitten die Funktionäre um einen weiteren Verhandlungstermin. Dieser werde jetzt koordiniert. Indes werde laut Kaiser in seinem Auftrag von der KABEG weiter an einem neuen Gehaltsmodell für KABEG-Ärzte gearbeitet, in dessen Mittelpunkt sowohl ein attraktives Einstiegsgehalt für Jungärztinnen und Jungärzte als auch Anreize zu Karrieremöglichkeiten für erfahrene Fachärztinnen und Fachärzte stehen sollen.

"Ich begrüße das Einlenken der Ärztekammer-Verhandler und erwarte mir nun von ihrer Seite eine sachliche, provokationsbefreite Diskussion, die weiter als bisher über rein finanzielle Motive auch den Kern der Sache betrifft, nämlich den Blick auf tatsächliche Verbesserungsmöglichkeiten der Arbeitssituation von Ärztinnen und Ärzten in den Landeskrankenhäusern", so Kaiser.

Der Landeshauptmann macht neuerlich deutlich, dass das Angebot des Landes mit einem Gesamtvolumen von 13,5 Millionen Euro das absolut auch gegenüber anderen Berufsgruppen und den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern vertretbare sei. "Mehr geht einfach nicht, ohne dass dafür die Bevölkerung massive Einschnitte hinnehmen müsste", macht Kaiser deutlich. Er verweist nochmals darauf, dass der finanzielle "Verlust" aufgrund einer bis 2021 umzusetzenden 48/60 Arbeitszeitrichtlinie der EU für die Ärztinnen und Ärzte mit 4,5 Millionen Euro zu Buche schlagen würde. Durch das Angebot des Landes in Höhe von 13,5 Millionen Euro inklusive Arbeitgeberbeiträge für Sozialversicherung würden 11,8 Millionen Euro direkt in die Erhöhung des Grundgehalts fließen. "Das heißt, zusätzlich zur Kompensation der 4,5 Millionen 'Verlust' erhalten die Ärzte 7,3 Millionen Euro", betont Kaiser.

Diese 13,5 Millionen Euro mit Wirksamkeit 1.1.2015 würden ein Plus von 15 Prozent der Grundgehälter bedeuten, was wiederum durchschnittlich einem Jahresmehreinkommen von über 11.000 Euro brutto pro Kopf (AG-Beiträge bereits heraus gerechnet) bedeuten würde.
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